„Deutschlandweit fehlte es zuletzt an Investitionswillen, das spürt man auch im Ruhrgebiet. Nun setzen wir auf eine konjunkturelle Erholung und Investitionsentscheidungen. Mit neuen Quartieren und modernen Gewerbegebieten bietet das Ruhrgebiet beste Voraussetzungen“, sagte Jörg Kemna, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH.
Während die Umsatzzahlen in den wichtigsten Assetklassen auf verhaltenem Niveau verharrten oder sogar nachgaben, sind die Neubauzahlen in den ersten sechs Monaten auf niedrigem Niveau bereits angestiegen. Im Bürosegment um 2,7 Prozent, in der Logistik um 0,7 Prozent. In der Assetklasse Light Industrial gab es sogar ein Neubauplus von 576 Prozent auf nun 113.200 Quadratmeter. Damit wäre das erste Halbjahr auch schon besser als das bisher beste Gesamtjahr dieser jungen Immobilienklasse. Sie verbindet Produktions-, Lager und Büroflächen und ist deshalb sehr flexibel, was in diesen Zeiten besonders gefragt ist. „Gewerbeimmobilien müssen heute flexibel einsetzbar sein oder hohe Qualitätsstandards erfüllen, dann werden sie vom Markt auch im Ruhrgebiet nachgefragt“, so Jörg Kemna. Dass die Leerstandsquote bei Bürogebäuden im Ruhrgebiet seit 2024 stabil bei 5,4% liegt, unterstreicht, dass moderner Neubau und Sanierungen vom Markt abgenommen werden.
Der Immobilienmarktbericht Ruhr zeigt dafür wieder Best-Practice-Beispiele aus aktuellen Projekten und Flächen. Neben positiven Konjunkturprognosen setzt Kemna auf Wachstumsimpulse aus dem umgesetzten Bauturbo und auf wachsende Nachfrage in spezialisierten Assetklassen wie Life Science für Gesundheits- und Forschungsthemen. Dafür hat das Ruhrgebiet viele neue Standorte in der Pipeline, wie die regionale Wirtschaftsförderung betont.
International bekannt ist der ARENA PARK in Gelsenkirchen vor allem für Fußball. Doch Schalke kann noch viel mehr, wie bei dem Pressegespräch spürbar wurde. Die Veröffentlichung des Immobilienmarktberichtes erfolgte zusammen mit Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze nicht zufällig in der VELTINS ARENA mit Überblick auf umliegende Areale.
„Gelsenkirchen hat eine ganze Reihe attraktiver Flächen für Unternehmen im Angebot: Der ARENA PARK verbindet Spitzenfußball, internationale Veranstaltungen, Gesundheit, Wirtschaft und Innovation“, sagte Oberbürgermeisterin Andrea Henze. „Auf rund 120 Hektar bietet er Raum für bestehende Nutzungen und rund 8,5 Hektar für neue Ansiedlungen. Mit der Neuen Zeche Westerholt sowie dem Technologie- und Innovationsquartier Hugo bieten wir attraktive Entwicklungsflächen auf ehemaligen Zechengeländen. Und in unmittelbarer Nähe zur City setzen wir in Gelsenkirchen mit dem Bildungs- und Innovationscampus ein starkes Zeichen für die berufliche Entwicklung und den Wissenstransfer in unserer Gesellschaft. Das alles zeigt, welche Strahlkraft Gelsenkirchen entwickeln kann, wenn wir Sport, Veranstaltungen, Wirtschaft und Innovation zusammendenken. Diese vorhandenen Stärken wollen wir nutzen und den Standort gleichzeitig für neue Unternehmen und Zukunftstechnologien weiterentwickeln“, so Oberbürgermeisterin Andrea Henze weiter.
Spannende Investitions- und Entwicklungsmöglichkeiten präsentiert das Ruhrgebiet mit Gelsenkirchen und zwölf weiteren Kommunen auf der EXPO REAL in München. Mit insgesamt 107 Standpartnern ist die Region ab dem 5. Oktober wieder besonders stark vertreten auf Europas größter Immobilien- und Investorenmesse.
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