Wie sich der Aktionstag im September 2026 zusammensetzt
Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die zentrale Eröffnung fand in diesem Jahr in Bamberg statt; das Programm wurde am 4. August 2026 veröffentlicht. Die Stiftung tritt dabei nicht nur als Koordinatorin auf, sondern auch als Geldgeberin.
Laut ihren eigenen Angaben stellen sich Aktionstag und Förderarbeit wie folgt dar:
- angemeldete Denkmale zum 13. September 2026: mehr als 5.500
- Denkmal-Touren zusätzlich zu den Öffnungen: über 800
- beteiligte Denkmale allein im Eröffnungsort Bamberg: mehr als 50
- jährlich geförderte Projekte der Stiftung: rund 600
- seit der Gründung geförderte Denkmale: mehr als 7.500
- dafür eingesetzte Fördermittel: über 750 Millionen Euro
- Zahl der Förderer: mehr als 200.000
Womit der Bund die Sanierung national bedeutsamer Denkmale unterstützt
Neben der privaten Förderung steht ein eigenes Bundesprogramm. Für die 14. Auflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms stellte der Bund 35 Millionen Euro bereit, mit denen mehr als 140 kulturell bedeutsame Denkmale und historische Orgeln in allen Bundesländern instand gesetzt werden. Über die Auswahl entschied der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages; bekannt gegeben wurde sie am 5. März 2026 von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der Kulturbauten als Teil der Identität einer Kulturnation bezeichnete.
Über alle bisherigen Auflagen hinweg hat der Bund nach Angaben der Bundesregierung bis einschließlich 2025 insgesamt 547 Millionen Euro in dieses Programm investiert. Die Bundesmittel decken jeweils nur einen Teil der Kosten; ergänzt werden sie durch Länder, Kommunen, Eigentümer und bürgerschaftliches Engagement.
Warum an alter Bausubstanz nicht jedes Reinigungsverfahren infrage kommt
Historische Oberflächen sind selten homogen. Auf einem Sandsteinquader liegen Gipskrusten, Rußauflagen, Reste früherer Anstriche und mitunter eine gewachsene Schutzschicht, die erhalten bleiben soll. Ein Verfahren, das alles gleichmäßig abträgt, nimmt damit auch das mit, was den Wert des Objekts ausmacht.
Mechanische Strahlverfahren arbeiten mit Druck und Strahlmittel und erzeugen Rückstände, die auf einem eingerüsteten Gebäude aufgefangen und entsorgt werden müssen. Chemische Mittel dringen in poröse Untergründe ein und lassen sich dort nur begrenzt kontrollieren. Optische Verfahren setzen dagegen auf Absorptionsunterschiede: Die dunkle Auflage nimmt die eingebrachte Energie stärker auf als der helle Untergrund und löst sich ab, bevor das Material darunter erwärmt wird.
„Das Argument für ein optisches Verfahren ist an einem Baudenkmal selten die Geschwindigkeit. Es ist die Möglichkeit, an einer Probefläche anzuhalten und das Ergebnis vor dem nächsten Quadratmeter zu beurteilen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wo die Laserreinigung an Bauwerken und Ausstattung eingesetzt wird
Der Einsatzbereich reicht von der Fassade bis in den Innenraum. An Naturstein und Beton geht es um Krusten und Bewuchs, an Metallteilen um Korrosionsprodukte, an Holz um Altanstriche. In allen Fällen entscheidet die Vorprobe darüber, ob das Verfahren am konkreten Objekt taugt.
Besonders eng wird der Spielraum bei beweglicher Ausstattung wie Skulpturen, Epitaphien oder Altären. Was dort an Sorgfalt verlangt wird, beschreibt eine Darstellung zur berührungslosen Reinigung an restaurierten Kunstwerken. Ohne Strahlmittel und ohne Wasser entfällt zugleich der Aufwand für das Auffangen von Rückständen, was in Innenräumen und an eingerüsteten Bauteilen ins Gewicht fällt.
„Wer eine Fassade reinigt, trifft eine gestalterische Entscheidung und keine technische. Wie hell ein Bauwerk nachher aussehen soll, gehört vor den ersten Arbeitsgang geklärt“, ergänzt Weipprecht.
Welche Mittel für die kommende Programmauflage vorgesehen sind
Die Förderkulisse verändert sich zum kommenden Programm. Für die 15. Auflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages nach Angaben der Bundesregierung bereits im November 2025 weitere 50 Millionen Euro veranschlagt und damit 15 Millionen Euro mehr als in der laufenden Auflage.
Für Eigentümer heißt das im Herbst 2026 vor allem eines: Der Zustandsbefund gehört vor die Verfahrenswahl. Eine Kartierung der Oberflächen mit Probeflächen an mehreren Stellen kostet wenige Tage und entscheidet darüber, welches Reinigungsverfahren überhaupt in die engere Wahl kommt.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
![]()