Die Eigeninventur spielt ihre Vorteile jedoch besonders dann aus, wenn typische Fehler bereits vor dem Stichtag erkannt und vermieden werden. Viele Probleme entstehen nicht während der eigentlichen Zählung, sondern durch unvollständige Stammdaten, zu spät bereitgestellte Geräte oder eine fehlende Zählstruktur.
Wer diese Punkte rechtzeitig berücksichtigt, schafft die Grundlage für einen strukturierteren, nachvollziehbareren und wirtschaftlicheren Inventurprozess.
Welche Fehler bei der Eigeninventur besonders häufig auftreten
In der Praxis wiederholen sich einige Fehlerquellen, die den Ablauf unnötig erschweren:
- Unvollständige oder fehlerhafte Stammdaten: Sind Artikelnummern, Barcodes oder Mengeneinheiten nicht korrekt hinterlegt, entstehen beim Scannen Rückfragen und zusätzlicher Klärungsaufwand.
- Zu späte Gerätebereitstellung: Werden MDE-Geräte erst kurz vor dem Stichtag bereitgestellt, fehlt Zeit für Funktionsprüfung, Konfiguration und Einweisung.
- Fehlende Zählstruktur: Ohne klare Zuweisung von Bereichen und Zählplätzen entstehen Doppelzählungen, Lücken oder Überschneidungen.
- Unklare Mengenlogik: Ist nicht definiert, wie Gebinde, Anbruchpackungen oder Teilmengen erfasst werden, können systematische Abweichungen entstehen.
- Fehlende Fortschrittskontrolle: Ohne zentrale Übersicht fallen offene Bereiche oder Auffälligkeiten häufig erst nach Abschluss der Zählung auf.
- Unzureichende Kontrollplanung: Werden keine Kriterien für Nachzählungen festgelegt, müssen im Zweifel größere Bereiche erneut geprüft werden.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die eingesetzte Technik, sondern ein vorbereitetes Gesamtkonzept aus Daten, Geräten, Zählstruktur und Verantwortlichkeiten.
Wie die richtige MDE-Ausstattung typische Inventurfehler reduziert
Der COSYS Inventurservice kombiniert MDE-Leihgeräte, Inventursoftware und Support, sodass Unternehmen ihre Stichtagsinventur mit eigenem Personal durchführen können.
Die Leihgeräte werden einsatzbereit mit der Inventursoftware und dem benötigten Artikelstamm bereitgestellt. Dadurch reduziert sich der technische Einrichtungsaufwand am Stichtag. Erfasste Artikel können direkt mit den hinterlegten Stammdaten abgeglichen werden.
Voraussetzung bleibt jedoch, dass die bereitgestellten Stammdaten vor der Inventur geprüft wurden. Dazu gehören insbesondere:
- Artikelnummern und Barcodes
- Verpackungs- und Mengeneinheiten
- Lager- und Zählplätze
- aktive und nicht mehr verwendete Artikel
- Besonderheiten wie Anbruchmengen oder Gebinde
Da die Geräte einheitlich vorbereitet werden, arbeiten Mitarbeitende mit derselben Oberfläche und Erfassungslogik. Das erleichtert die Einweisung und unterstützt einen vergleichbaren Ablauf über unterschiedliche Bereiche oder Standorte hinweg.
Warum eine klare Zählstruktur für die Eigeninventur entscheidend ist
MDE-Geräte allein verhindern keine Doppelzählungen oder ausgelassenen Bereiche. Dafür braucht es eine eindeutige organisatorische Struktur.
Zählplätze und Bereiche sollten vor Beginn festgelegt und Verantwortlichen zugeordnet werden. Eine strukturierte Zählplatzlogik unterstützt dabei, den Erfassungsstand nachvollziehbar abzubilden. Erst- und Kontrollzählungen können gezielt getrennt werden, ohne komplette Lagerbereiche pauschal erneut aufzunehmen.
Auch Sonderfälle sollten vorab geklärt sein. Dazu zählen beispielsweise beschädigte Ware, Artikel ohne lesbaren Barcode, bereits kommissionierte Bestände oder Warenbewegungen während der laufenden Inventur.
Wie der COSYS WebDesk die Fortschrittskontrolle unterstützt
Über den COSYS WebDesk kann die Inventurleitung den Zählfortschritt zentral verfolgen. Dadurch wird sichtbar, welche Bereiche bereits abgeschlossen sind und wo noch Erfassungen fehlen.
Auch auffällige Mengen- oder Wertabweichungen können gezielter geprüft werden. Statt komplette Bereiche erneut zu zählen, lassen sich Kontrollzählungen auf konkrete Positionen oder Zählplätze konzentrieren.
Die Inventurhistorie ermöglicht zusätzlich den Vergleich mehrerer Inventuren. Wiederkehrende Differenzen, auffällige Bereiche oder organisatorische Schwachstellen können dadurch erkannt und bei der nächsten Inventur gezielter berücksichtigt werden.
Fazit
Die Eigeninventur mit MDE-Geräten kann wirtschaftlich, flexibel und präzise durchgeführt werden, wenn typische Fehler bereits in der Vorbereitung reduziert werden. Gepflegte Stammdaten, rechtzeitig bereitgestellte Geräte, eine eindeutige Zählstruktur und zentrale Fortschrittskontrolle bilden dafür die entscheidende Grundlage.
Der COSYS Inventurservice stellt Unternehmen MDE-Leihgeräte, Inventursoftware, WebDesk und Support für eine professionell unterstützte Eigeninventur bereit.
Sie möchten Ihre Inventur mit eigenem Personal und MDE-Geräten durchführen? Fordern Sie eine unverbindliche Beratung zum COSYS Inventurservice an. Alternativ können Sie die COSYS Inventur Demo-App für Android und iOS testen.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
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