Unter dem Motto „Transformation gestalten, Transfer stärken, Zukunft sichern – Wie aus wissenschaftsbasierten Ökosystemen echte Innovationskraft entsteht“ kommen am 18. und 19. Juni 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Transferpraxis in Dresden zur Jahreskonferenz der TransferAllianz zusammen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland seine Innovationskraft durch einen stärkeren Wissens- und Technologietransfer sowie bessere Rahmenbedingungen für wissenschaftsbasierte Ausgründungen nachhaltig stärken kann. Ein breites Programm aus Workshops, Diskussionen und Vorträgen bieten dafür vielfältige Anknüpfungspunkte. Dabei betont der Vorstandsvorsitzende der TransferAllianz, Axel Koch: „Transformation gestalten gelingt nur, wenn die beteiligten Akteure ihre unterschiedlichen Perspektiven und Interessen zusammenbringen und gemeinsam tragfähige Strukturen für Kooperation schaffen. Die TransferAllianz bietet dafür den Raum für Austausch, Verständigung und Vernetzung.“

Wie Zusammenarbeit verschiedener Akteure mit unterschiedlichen Interessen funktionieren kann, zeigt das German Spin-off Framework (GSOF), das erstmals auf der TA-Konferenz von einem Teil der Autoren selbst vorgestellt wird. Mit dem bundesweit einzigartigen Rahmenwerk verständigen sich Venture-Capital-Unternehmen, Investorennetzwerke, Wissenschaftsorganisationen und Technologietransferstellen auf gemeinsame Leitplanken für Ausgründungen aus der Forschung. Bereits zahlreiche Partner haben die Empfehlungen zu standardisierten Prozessen und Konditionen für die Lizenzierung geistigen Eigentums, Beteiligungsmodelle und Spin-off-Verhandlungen unterzeichnet. Ziel ist es, Ausgründungen künftig schneller, fairer und planbarer zu gestalten und die Entstehung international wettbewerbsfähiger Deep-Tech-Unternehmen zu fördern. „Mit dem German Spin-off Framework schaffen die am Prozess beteiligten Stakeholder erstmals einen gemeinsamen Referenzrahmen, der Ausgründungen aus der Wissenschaft verlässlicher, transparenter und international anschlussfähig macht.“, resümiert Thomas Gazlig, zweiter Vorstandsvorsitzender der TransferAllianz, das engagierte Panel dazu.

Auch Stephanie Reimann Izhak von der VW Group Innovation hebt in ihrer Keynote die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hervor, in der Schnittstellen stabil und Prozesse klar definiert sein müssen. In der anschließenden Podiumsdiskussion spricht sich Nils Wörner, Leiter des Brüsseler Büros der Hochschulrektorenkonferenz, für eine systematische Qualifizierung der Transferbeschäftigten und nachhaltige Finanzierung der Transferstellen aus, um diesen Anforderungen besser gerecht werden zu können.

Die zahlreichen Workshops verdeutlichen die Vielfalt der Transferansätze und den damit verbundenen Anspruch an die Transferstrukturen – insbesondere im internationalen Vergleich. So zeigt etwa der Beitrag von Beat Weibel, Leiter der Stabsstelle Transfer, anhand der Erfahrungen der ETH Zürich, wie konsequent strukturierte Transferprozesse, klare IP-Regeln und eine stark international ausgerichtete Verwertungspraxis dazu beitragen können, wissenschaftliche Ergebnisse schneller und wirkungsorientierter in Innovationen zu überführen.

Geeignete Rahmenbedingungen für dieses Ziel will das Bundesforschungsministerium (BMFTR) mit seiner gerade startenden Transferinitiative F.A.S.T. setzen, deren Kernelemente von Gisela Philipsenburg, Unterabteilungsleiterin für Innovation und Transfer im BMFTR, bei der Podiumsdiskussion und von Christian Thiel, Leiter des Referats „Innolab“, in seinem Kurzimpuls näher ausgeführt werden.

Auch von den Bundesländern kommen starke Impulse für die Innovationsförderung. So betont der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow in seiner übermittelten Botschaft zur Konferenz: „Investitionen in Forschung und Entwicklung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen sind vor allem in Ostdeutschland immer noch zu großen Teilen von der öffentlichen Hand finanziert. Es braucht noch mehr Bereitschaft auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen gemeinsam mit den Wissenschaftseinrichtungen an attraktiven Geschäftsfeldern und wettbewerbsfähigen Produkten und damit an ihrer eigenen Zukunft zu forschen. Gleichzeitig können und müssen Wissenschaftseinrichtungen aus der Vielzahl von technischen Patenten noch mehr eigene Produkte und Geschäftsmodelle für Ausgründungen entwickeln. Dafür braucht es Rahmenbedingungen, an denen wir in Sachsen bereits arbeiten, etwa mit der Vorbereitung eines Wissenschaftsinnovationsgesetzes.“

Die Diskussionen verdeutlichen, dass die Weiterentwicklung des Transfers nur im Zusammenspiel aller Akteure auf Bundes- und Landesebene gelingen kann. Die TransferAllianz kündigt daher die Einrichtung von Regionalvertretungen des Verbandes in den Bundesländern an.

Am Rande der Konferenz fordert Peter Berg von Infineon eine Intensivierung der Zusammenarbeit in bestehenden Innovationsökosystemen im Kontext der Hightech Agenda Deutschland sowie der nationalen IP-Strategie und richtet gleich den Appell an seine Kollegen und Kolleginnen aus der Wirtschaft, sich in diesen Prozess einzubringen und die aktuellen Dynamiken im System mitzugestalten. Gelegenheit dazu gibt es spätestens bei der nächsten TransferAllianz-Konferenz am 9. und 10. Juni 2027 in Kiel.

Über den TransferAllianz e.V.

Die TransferAllianz e. V. – Deutscher Verband für Wissens- und Technologietransfer (WTT) vereinigt Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Transferdienstleister zu einem bundesweiten Expertennetzwerk zur Professionalisierung des Transfers in Deutschland. Die TransferAllianz bietet ein breites Spektrum an Leistungen von fachbezogenem Erfahrungsaustausch und Weiterbildung über konkrete WTT-Angebote an Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bis hin zur Interessensvertretung und Mitgestaltung der politischen Rahmenbedingungen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

TransferAllianz e.V.
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Telefon: +49 (172) 6095701
http://www.transferallianz.de

Ansprechpartner:
Christiane Bach-Kaienburg
Geschäftsführung
Telefon: +49 (0) 172 6095701
E-Mail: christiane.bach-kaienburg@transferallianz.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel