Am 26. März 2026 stellen die Institute für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) der Technischen Universität Dresden am Flugplatz Kamenz ihr Forschungsflugzeug erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit dem Projekt FoFlu entsteht damit ein fliegendes Testlabor zur Erforschung fossilfreier Luftfahrtantriebe.

Die Plattform basiert auf einer Diamond Aircraft DA62 MPP, einem zweimotorigen Spezialflugzeug für Forschungs- und Vermessungsmissionen. Mit einer Flugzeit von bis zu rund zehn Stunden und einer Nutzlast von über 1,5 Tonnen bietet die Maschine ausreichend Raum für wissenschaftliche Messsysteme und experimentelle Antriebskomponenten. Eine modulare Auslegung ermöglicht es, unterschiedliche Technologien flexibel in das Flugzeug zu integrieren und während realer Flugmissionen zu untersuchen.

Im Fokus stehen neue fossilfreie Antriebssysteme, etwa elektrische, wasserstoffbasierte oder hybride Konzepte. Diese können unter identischen Randbedingungen im Flug getestet und miteinander verglichen werden. Gleichzeitig lassen sich Energiesysteme, Sensorik und Strukturkomponenten im Zusammenspiel analysieren. Die gewonnenen Betriebs- und Leistungsdaten helfen, Technologien aus dem Labor in Richtung praktischer Anwendung weiterzuentwickeln.

Der Standort Kamenz in der Lausitz entwickelt sich dabei zu einem Knotenpunkt einer wachsenden Luftfahrtregion in Ostdeutschland. Das Forschungsflugzeug ist zugleich Teil der Initiative OST4Aviation, welche den Aufbau einer leistungsfähigen Luftfahrtforschungsregion in Ostdeutschland vorantreibt. Ziel ist es, Kompetenzen aus Forschung, Industrie und Technologieentwicklung stärker zu vernetzen und neue Innovationsimpulse für klimafreundliche Luftfahrt zu setzen.

Einladung an Medienvertreter:innen

Zur offiziellen Vorstellung des Forschungsflugzeugs laden die beteiligten Institute Journalist:innen herzlich ein.

Die Veranstaltung beginnt am 26. März 2026 um 16:00 Uhr am Flugplatz Kamenz, Zum Tower 6, 01917 Kamenz. Eröffnet wird sie von Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude (ILK). Nach Grußworten aus Politik, Wissenschaft und der Region wird das Forschungsflugzeug vorgestellt und seine technischen Möglichkeiten erläutert. Die Präsentation der Plattform übernimmt Prof. Dr.-Ing. Johannes Markmiller (ILR).

Für Medienvertreter:innen bestehen vor Ort Möglichkeiten zu Gesprächen mit den beteiligten Forschenden sowie zu Bild- und Filmaufnahmen des Forschungsflugzeugs.
Eine vorherige Anmeldung unter ilk-communication@tu-dresden wird erbeten.

Das Forschungsflugzeug wird im Rahmen des Projekts FoFlu – Modulares Forschungsflugzeug als Experimentalplattform zur Erforschung zukünftiger fossilfreier Antriebssysteme im realen Flugbetrieb betrieben. Das Vorhaben wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen im Programm JTF InfraProNet gefördert.

Über Technische Universität Dresden – Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) ist eine Forschungseinrichtung der Fakultät Maschinenwesen und der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ der Technischen Universität Dresden. Auf dem Gebiet des ressourcenschonenden Leichtbaus hoher Material- und Energieeffizienz führen rund 240 Mitarbeiter:innen umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch. Die Arbeit am ILK ist geprägt vom Dresdner Modell des funktionsintegrativen Systemleichtbaus in Multi-Material-Design und basiert auf einem werkstoff- und produktübergreifenden Ansatz. Die Wissenschaftler:innen des ILK betrachten bei der Entwicklung neuer Konzepte, Prozesse und Produkte die gesamte Entwicklungskette: Werkstoff – Konstruktion – Simulation – Fertigung – Prototypentests – Qualitätssicherung – Kosten. Indem sie sich dabei am Konzept des Neutralleichtbaus orientieren, werden neben den klassischen, technischen und ökonomischen Aspekten auch die ökologischen Parameter sowie Fragestellungen unserer globalisierten Gesellschaft auf jeder Stufe dieser Kette integriert. Geleitet wird das ILK vom Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude. Die strategische und organisatorische Weiterentwicklung erfolgt durch ein erweitertes ILK-Board.

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