Eine aktuelle Studie von SALT AND PEPPER zeigt: In der Praxis wird Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) vor allem zur kurzfristigen Kapazitätssicherung eingesetzt. Damit erfüllt sie eine wichtige operative Funktion – ihr strategisches Potenzial bleibt jedoch häufig ungenutzt.
„Die Frage ist nicht, ob eine Vertragsform gut oder schlecht ist, sondern wann sie sinnvoll eingesetzt wird“, sagt Markus Wolfgramm, Geschäftsführer bei SALT AND PEPPER Technology. „Erst wenn der Einsatz bewusst entlang der Projektanforderungen gesteuert wird, entsteht daraus ein echter Mehrwert.“
Unterschiedliche Vertragsformen, unterschiedliche Funktionen
Die Studienergebnisse zeigen: Die drei zentralen Modelle unterscheiden sich weniger in ihrer grundsätzlichen Qualität als in ihrer Funktion im Projekt:
- Festanstellung
→ sinnvoll für kontinuierliche Aufgaben und den langfristigen Aufbau interner Kompetenzen
- ANÜ
→ sinnvoll für Projekte mit planbarem Ressourcenbedarf, bei denen externe Expertise kurzfristig integriert werden muss
→ ermöglicht nicht nur Skalierung, sondern auch Wissenstransfer in bestehende Teams, wenn dieser aktiv gesteuert wird
- Werk- und Dienstverträge
→ sinnvoll für klar abgegrenzte Leistungen oder hochspezialisierte Themen, die unabhängig vom internen Projektsetup bearbeitet werden
Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Vertragsform, sondern deren gezielte Kombination. In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmen besonders erfolgreich sind, wenn sie den Einsatz entlang konkreter Kriterien steuern – etwa Projektdauer, erforderlicher Spezialisierungsgrad oder notwendige Flexibilität.
Das eigentliche Problem: Entscheidungen werden selten systematisch getroffen
Genau hier liegt jedoch häufig die Herausforderung: Viele Unternehmen treffen diese Entscheidung situativ statt systematisch. ANÜ wird eingesetzt, um Engpässe zu überbrücken – nicht als bewusst gesteuertes Instrument im Projekt- und Kompetenzmanagement.
„Wer Vertragsformen nur als Beschaffungsinstrument versteht, denkt zu kurz“, so Wolfgramm. „Der eigentliche Hebel liegt darin, sie gezielt im Zusammenspiel einzusetzen. Erst dann wird aus Flexibilität ein strategischer Vorteil.“
Vom operativen Einsatz zur strategischen Steuerung
Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen stehen vor der Aufgabe, externe Expertise nicht nur verfügbar zu machen, sondern ihren Einsatz systematisch zu steuern. Genau darin liegt der Unterschied zwischen kurzfristiger Projektlösung und nachhaltigem Kompetenzaufbau.
Vollständige Ergebnisse
Die vollständige Studie mit vertiefenden Einordnungen und Praxisimpulsen steht hier zum Download bereit:
https://salt-and-pepper.eu/research/anue-report-2025/
Über die Studie
Im Rahmen seines ANÜ-Reports hat der Engineering- und IT-Dienstleister SALT AND PEPPER untersucht, wie Arbeitnehmerüberlassung heute genutzt wird.
Die Datengrundlage bilden Online-Umfragen der Civey GmbH, die im Auftrag von SALT AND PEPPER durchgeführt wurden. Insgesamt wurden 1.000 Antworten von Erwerbstätigen erhoben, die sich beruflich mit dem Thema Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen, sowie 250 Antworten von Erwerbstätigen im Bereich IT, Entwicklung und Forschung, die beruflich Personalentscheidungen treffen und in einem Büro arbeiten.
SALT AND PEPPER ist eine deutschlandweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bremen. Sie bietet hochwertige Engineering-Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Weiterbildung aus einer Hand. Mit viel Know-how arbeiten rund 450 Mitarbeitende an sieben Standorten an den zentralen Herausforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Unternehmenswerte Mut, Professionalität, Respekt, Kreativität und Leidenschaft machen SALT AND PEPPER zu einem branchenübergreifenden Fortschrittspartner und einer One-Stop-Lösung für die deutsche Wirtschaft.
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