Wie können wir uns besser auf zukünftige Pandemien und gesundheitliche Krisen vorbereiten? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung Biomedical Preparedness and Health Resilience, zu der die Pandemic Alliance Munich (PAM) gemeinsam mit BioM in die Bayerische Akademie der Wissenschaften eingeladen hatten. Über 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Industrie, Gesundheitswesen und Politik kamen zusammen, um Perspektiven und innovative Ansätze zur Vorbereitung auf mögliche Pandemie- und Krisensituationen in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass eine effektive Vorbereitung auf Infektionsereignisse nur durch das Zusammenspiel von Prävention, Surveillance und schneller Reaktionsfähigkeit gelingt. Hierbei nimmt Bayern mit seiner starken Forschungslandschaft und gezielten Initiativen eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung innovativer Gesundheitslösungen ein.

Die Veranstaltung brachte führende nationale Expertinnen und Experten zusammen, darunter von Roche, dem Robert Koch-Institut, der Bundeswehr, Fraunhofer, Helmholtz Munich, beiden Münchener Universitäten sowie weiteren Schlüsselorganisationen im Bereich Infektionsforschung und Gesundheitsinnovation.

Nach der Begrüßung durch BioM-Geschäftsführer Prof. Ralf Huss eröffnete Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach die Veranstaltung mit einer politischen Einordnung zur Bedeutung einer vorausschauenden Gesundheitsvorsorge.

Gerlach betonte die entscheidende Rolle des Gesundheitsbereichs bei Krisen und erklärte: „Wir müssen das Gesundheitswesen so aufstellen, dass es auch in Notlagen funktioniert. Das geht nur gemeinsam. Bayern geht hier voran und investiert gezielt in innovative Strukturen und Kooperationen. Wir haben einen engen Zusammenschluss und eine intensive Vernetzung von Expertise. Unser Ziel ist klar: Wir wollen bestmöglich vorbereitet sein, um die Gesundheit der Menschen auch in zukünftigen Krisen zu schützen.“

Das Event machte deutlich, dass effektive Pandemieprävention nur durch ein integriertes Zusammenspiel von Prävention, Surveillance und schneller Reaktionsfähigkeit gelingen kann. Hierbei bringt Bayern sich sowohl mit seiner Stärke als führende Forschungslandschaft als auch mit gezielten Initiativen ein.

Aus den Diskussionen lassen sich zentrale Botschaften für die zukünftige Ausgestaltung von Gesundheitsvorsorge und Resilienz ableiten:

  • Pandemien machen nicht an Grenzen Halt: Internationaler Gesundheitsschutz ist nationaler Gesundheitsschutz – niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind.
  • Wir müssen Dual-Use-Strategien verfolgen, um sicherzustellen, dass Prävention, Diagnostik, Therapie und Überwachung krisenfest sind. Pandemievorsorge ist unverzichtbar, insbesondere in Zeiten geopolitischer Herausforderungen.
  • Forschung, Entwicklung und Produktion müssen unabhängig von Drittländern und globalen Lieferketten sein.
  • Klare Zuständigkeiten und eine klare Steuerung sind entscheidend, ebenso wie mehr Tempo, mehr Geld und weniger Bürokratie.
  • Umweltfaktoren sind für die Resilienz der Bevölkerung von Bedeutung. Werden sie ignoriert, beeinträchtigt dies die öffentliche Gesundheit und belastet das Gesundheitssystem auch finanziell.
  • Der Aufbau von Vertrauen erfordert die Qualifizierung von Kommunikationsfachkräften, medizinischem Personal und der breiten Bevölkerung.
  • Wir müssen Brücken bauen, indem wir Sprache, Daten, Strukturen und Aktivitäten grenzüberschreitend aufeinander abstimmen.

Im Mittelpunkt standen aktuelle europäische und nationale Strategien zur Pandemieprävention sowie die Rolle regionaler Initiativen. Die Veranstaltung stellte insbesondere zentrale bayerische Projekte wie die Pandemic Alliance Munich (PAM), das Bayerische Zentrum für präventive Infektionsmedizin (BZI), das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel und die Bavarian Health Cloud (BHC) in den Fokus. Diese Initiativen zeigen exemplarisch, wie Bayern seine Stärken in Forschung, translationaler Medizin und Digitalisierung im Gesundheitsbereich bündelt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sektorübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden kann. In interaktiven Diskussionsformaten tauschten sich die Teilnehmenden zu den notwendigen Rahmenbedingungen für Innovationen in der Gesundheitsvorsorge aus – von Dateninfrastruktur über regulatorische Aspekte bis hin zu Finanzierung und internationaler Kooperation.

Regina Bach, Project Coordination Pandemic Alliance Munich bei BioM machte deutlich: „Die Diskussionen haben klargemacht: Für die Vorbereitung auf zukünftige Pandemieereignisse sind innovative Ansätze, Kooperation und Koordination entscheidend. Mit der Pandemic Alliance Munich bündeln wir diese Elemente, um uns gezielt auf zukünftige pandemische Ereignisse vorzubereiten.“

Die große Resonanz der Veranstaltung und die intensive Diskussion verdeutlichen den hohen Handlungsbedarf – und zugleich die große Bereitschaft aller Akteure, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Pandemic Alliance Munich (PAM)

Die Pandemic Alliance Munich (PAM) ist eine von BioM koordinierte und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderte öffentlich-private Initiative zur Vorbereitung auf zukünftige Pandemie- und Infektionsereignisse. Sie vernetzt Akteure aus Forschung, Klinik, KMU und Industrie, um interdisziplinäre Kompetenzen zu bündeln und Innovationen entlang des gesamten Pandemiezyklus – von Prävention und Früherkennung bis hin zu Diagnostik, Therapie und Umsetzung – voranzutreiben. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die wissenschaftlichen, technologischen und organisatorischen Grundlagen für eine schnelle und koordinierte Reaktion auf Gesundheitsbedrohungen zu stärken.

Mehr Informationen: www.bio-m.org/pandemc-alliance-munich

Über die BioM Biotech Cluster Development GmbH

Seit über 25 Jahren ist BioM im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die Netzwerkorganisation für die Biotechnologiebranche in München und Bayern.

BioM unterstützt die bayerische Biotechnologie- und Pharmabranche mit einem umfangreichen Netzwerk bei der Anbahnung neuer Geschäftskontakte. Das Clustermanagement bietet Interessenten aus dem In- und Ausland einen zentralen Zugang und ein breites Spektrum an Informationen über die Branche.

Speziell für angehende Unternehmensgründer bietet BioM umfassende Beratung und spezielle Coaching-, Trainings- und Mentoring-Programme. Darüber bietet BioM mit seinem Inkubator MAxL (Munich Accelerator Life Sciences & Medicine) optimale Rahmenbedingungen für Pre-Seed-Projekte und Early-Stage-Start-ups aus dem Biotech- und Healthtech-Bereich. BioM koordiniert zudem seit 2011 den Pre-Seed-Wettbewerb m4 Award im Bereich Biomedizin, der vom Bayerischen Wirtschaftsministerium alle zwei Jahre mit 2,5 Millionen Euro gefördert wird. Insgesamt hat BioM über 250 Start-ups unterstützt.

Darüber hinaus organisiert BioM ein breites Spektrum an Schulungen, Veranstaltungen und Netzwerktreffen.

Mehr Informationen unter: www.bio-m.org

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