Christian Seyfert: „Wir sehen eine grundsätzlich andere Herangehensweise bei der Förderung durch den IRA als bei Maßnahmen in der EU. Während in Europa die konventionelle Produktion durch verschiedene Maßnahmen verteuert wird, machen die USA grüne Technologien durch eine unbürokratische und technologieoffene Förderung günstiger.

Die Verabschiedung des Inflation Reduction Act (IRA) in den Vereinigten Staaten von Amerika muss die europäischen Länder dazu veranlassen, die eigenen Fördermaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. Der VIK hat sich in einem eigenen Positionspapier intensiv mit den Unterschieden europäischer und nordamerikanischer Maßnahmen zur Transformation auseinandergesetzt und entscheidende Punkte für eine qualifizierte europäische Antwort diskutiert.

„Wir sehen eine grundsätzlich andere Herangehensweise bei der Förderung durch den IRA als bei Maßnahmen in der EU. Während in Europa die konventionelle Produktion durch verschiedene Maßnahmen verteuert wird, machen die USA grüne Technologien durch eine unbürokratische und technologieoffene Förderung günstiger“, so Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK.

Um die Förderungen in der EU effizienter zu gestalten, kommt es zuallererst auf eine Entbürokratisierung der bestehenden Programme statt auf die Schaffung neuer Fördertöpfe an. Dabei müssen die Prozesse bei den Fördermaßnahmen sowohl inhaltlich als auch administrativ vereinfacht und beschleunigt werden. Die Bearbeitungszeiten sind zu lang oder die Voraussetzungen zu eng auf bestimmte Sachverhalte zugeschnitten. Die Regelungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II zur Definition von grünem Wasserstoff stehen beispielhaft für eine Regulierung, die den Hochlauf einer innovativen erneuerbaren Energieform massiv bremsen.

„Um bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes wirklich voranzukommen und gleichzeitig Produktion und Technologien am Standort zu erhalten, brauchen wir schnelle und pragmatische Lösungen. Die USA machen es mit ihrer ‚Förderphilosophie‘ vor. Wenn es auf jede Tonne COankommt, müssen wir technologieoffener agieren, ‚blaue‘ Technologien wie CCS nutzen und klimaschonende Technologien wirtschaftlich attraktiver machen.“, so Christian Seyfert.

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