In der fünften Kalenderwoche (30.01. bis 03.02.2023) wird der erste Insolvenzfall am KMU-Anleihemarkt im Jahr 2023 bekannt. Das Medizintechnik-Unternehmen Pentracor GmbH wird eigenen Angaben zu Folge einen Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht in Neuruppin stellen. Hintergrund der Zahlungsunfähigkeit sei laut Pentracor einerseits die unbefriedigende Absatz- und Umsatzsituation wegen noch strittiger Kostenerstattungen durch die Krankenkassen für die von Pentracor entwickelte CRP-Apherese-Therapie sowie gescheiterte Verhandlungen mit Kapitalgebern. Die im Jahr 2020 begebene Wandelanleihe (ISIN: DE000A289XB9) des Unternehmens wird jährlich mit 8,50% verzinst und hat ein Volumen von bis 15 Mio. Euro. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), nach eigenen Angaben selbst Inhaberin der Pentracor-Wandelanleihe, rät den betroffenen Anleiheinhabern, sich zu organisieren, um so eine bestmögliche Wahrung ihrer Interessen gewährleisten zu können.

Die EUSOLAG European Solar AG hat eine Anleihe-Tranche im Volumen von 105 Mio. Euro ihres Green Bonds 2022/27 bei institutionellen Investoren aus der Schweiz platziert. Der EUSOLAG Green Bond 2022/27 (ISIN: DE000A3MQYU1) wird jährlich mit 6,25% p.a. verzinst und hat eine fünfjährige Laufzeit bis zum 29.03.2027. Die EUSOLAG-Pipeline umfasst nach Angaben des Unternehmens mehr als 870 MWp an qualifizierten Projekten sowohl im kommerziellen als auch im Versorgungsbereich von Solarkraftwerken. Die Heise Haus GmbH hat nach der abgesagten Anleihe-Emission im vergangenen Jahr nun einen neuen Minibond mit einem Volumen von bis zu 2 Mio. Euro aufgelegt, der über die Crowdinvesting-Plattform Seedmatch gezeichnet werden kann. Die neue Heise Haus-Anleihe (ISIN: DE000A30VTM3) wird jährlich mit 6,50% verzinst und hat eine knapp fünfjährige Laufzeit (01.04.2023 bis 01.01.2028). Die Mindestanlagesumme beträgt 500 Euro, ein Börsenlistung ist ebenfalls geplant. Im Sommer 2022 hatte das Unternehmen eine geplante Anleihe-Emission mit einem Volumen von bis zu 10 Mio. Euro aufgrund des damals schwierigen Marktumfeldes abgesagt.

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Der spanische Finanzdienstleister ID Finance bietet digitale Verbraucherkredite in Spanien und Mexiko an. Für die Finanzierung des Geschäftsmodells hat das Fintech-Unternehmen im Jahr 2020 eine 9,50%-Anleihe (ISIN: XS2231806394) mit einem Volumen von bis zu 40 Mio. Euro begeben. Die Anleihe ist auch an der Börse Frankfurt gelistet. „Der deutsche Kapitalmarkt ist der größte Markt in Europa mit einer guten Mischung aus Privatanlegern und institutionellen Investoren. Darüber hinaus kennen deutsche Investoren unser Geschäftsmodell bereits durch Multitude, Eleving Group, IuteCredit und weiteren, die ein ähnliches Geschäftsmodell in anderen Ländern erfolgreich umsetzen. Die Anleihen haben eine Mindestanlagesumme von 1.000 Euro, so dass jeder Anleger über die Börse kaufen oder verkaufen kann“, sagt Boris Batine, Co-Founder und CEO der ID Finance Group, im Gespräch mit dem Anleihen Finder in dieser Woche. Der Sportwetten-Anbieter pferdewetten.de AG hat die Emission einer 7,50%-Wandelanleihe 2023/28 in Höhe von bis zu 5,0 Mio. Euro beschlossen. Die Wandelanleihen werden den Aktionären der Gesellschaft angeboten, wobei 956 Aktien zum Bezug von 1 Wandelschuldverschreibung zu einem Ausgabebetrag von 100 % des Nennbetrages von 1.000,00 Euro berechtigen. 

In dieser Woche wurde bekannt, dass Morgan Stanley Infrastructure bzw. die Photon Management GmbH die Gespräche mit potenziellen Interessenten über einen vollständigen Verkauf ihrer Anteile an der PNE AG nicht weiterführen wird. Zudem hat die südafrikanische PNE-Tochter WKN WINDCURRENT gemeinsam mit der OMNIA GROUP eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Produktion von grünem Wasserstoff und Ammoniak in Südafrika zu prüfen. Der Insolvenzverwalter der Deutsche Lichtmiete AG hat den Gläubigern der Unternehmensgruppe einen aktuellen Bericht über den Fortgang des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Deutsche Lichtmiete AG zur Verfügung gestellt. Demnach hat der Insolvenzverwalter einen Fehlbestand von 269.035 Leuchten festgestellt, was bedeuten würde, dass mehr als 68% aller durch die Deutsche Lichtmiete an Anleger und Direktinvestoren vermarkteten Leuchten nicht existent sind.

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