Die Partnerunternehmen WEILER und KUNZMANN engagieren sich mit ihrer neuen digitalen Lernplattform EDUCATION4.0 in der Metallausbildung. Mit Anleihen bei Internetspielen und Animationssoftware haben sie zielgruppengerechte und interaktive Fachinhalte für eine individualisierte Ausbildung an Drehmaschinen und Fräsmaschinen entwickelt. Alle Themen sind aufeinander abgestimmt und können von Lernenden und Lehrenden jederzeit und überall genutzt werden. Passend zur physischen Maschine gibt es den digitalen Zwilling dazu. Damit kann der Lernende sich die Inhalte zusätzlich an einer virtuellen Maschine erarbeiten.

Angeboten werden Lerneinheiten zu den Maschinengrundlagen, den Sicherheitsfeatures, der Maschinenbedienung, den Funktionen, dem Zubehör, den unterschiedlichen Spannmitteln und zur Pflege der Maschine. Auch die Vernetzung und Überwachung von Maschinen wird bei  EDUCATION4.0 mit Hilfe des WEILER Condition Monitorings und des KUNZMANN StateViewers abgebildet.

Live-Präsentation auf Open House am 22. und 23. Juni

Unter dem Motto „Der digitale Vorsprung in Ausbildung und Industrie“ präsentieren die beiden Maschinenbauer ihr digitales Lernkonzept auf einer Hausausstellung am 22 und 23. Juni am Unternehmenssitz von WEILER in Emskirchen erstmals live. Neben der Plattform mit ihren virtuellen Angeboten werden auch neue Präzisions-Drehmaschinen und Fräsmaschinen zu sehen sein, die speziell für EDUCATION4.0 vorbereitet sind.

Interaktive Lerninhalte: für jeden, jederzeit, an jedem Ort

Die Themen sind so aufbereitet, dass sich die Lernenden interaktiv mit ihnen beschäftigen. Zum Einsatz kommen animierte Tutorials, 3D-Visualisierungen, Maschinenunterweisungen, Videos zu ausbildungsrelevanten Themen sowie Übungen und Aufgaben. 

Sie können auf verschiedene Arten bearbeitet werden: Entweder am großen Bildschirm einer speziell für EDUCATION4.0 konfigurierten physischen WEILER Drehmaschine oder KUNZMANN Fräsmaschine oder über PC, Tablet und Smartphone am virtuellen Maschinenzwilling. 

Alle Inhalte stehen online auf einer Lernplattform bereit, von dort können Ausbilder, Lehrer und Auszubildende jederzeit auf sie zugreifen. Über sie können die Beteiligten außerdem miteinander kommunizieren. Dadurch wissen sie stets, wie der jeweilige individuelle Kenntnisstand der Auszubildenden ist.

Zentraler Speicherort ist die Lernplattform 

Da die Auszubildenden sich die erforderlichen Kenntnisse selbst mit Hilfe der interaktiven Lernplattform EDUCATION4.0 erarbeiten können, sind sie nicht auf die Ausbilder angewiesen. Und diese müssen die Inhalte nicht ständig wiederholen. 

Das Gelernte wird durch Aufgaben abgefragt, die beantwortet werden müssen. Die individuellen Lernfortschritte werden im Nutzerprofil gespeichert.

Kunden, die die EDUCATION4.0-Lernplattform nutzen, können selbst entwickelte Themen wie Aufgaben, Tutorials oder Videos exklusiv für ihren Nutzerkreis ergänzen. Gehostet werden alle Inhalte auf der Wissensplattform MLS. Sie wird von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDMA und VDW getragen. 

Beitrag zum Kampf gegen den Facharbeitermangel

Mit EDUCATION4.0 wollen die beiden Maschinenbauer einen Beitrag zum Kampf gegen den Facharbeitermangel leisten, so Michael Eisler, MBA, geschäftsführender Gesellschafter von WEILER. Gerade in kleinen Industrie- und Handwerksbetrieben, die eine wichtige Stütze der Fachkräfteausbildung sind, habe der Ausbilder mitunter wenig Zeit. Die Fräs- oder Drehmaschine sei zudem wegen wichtiger Aufträge oft nicht für den Auszubildenden frei. Mit EDUCATION4.0 kann er sich virtuell vorbereiten und die Zeit an der Maschine intensiver nutzen.

Entwickelt wurde die Innovation von einem kleinen Team. Bei ausführlichen Testläufen kooperierten die Unternehmen mit der Maschinenbauschule Ansbach, verschiedenen Einrichtungen aus der überbetrieblichen Ausbildung und großen Industriepartnern wie ZF Schweinfurt.

EDUCATION4.0 gibt es ab dem zweiten Quartal 2022

Lieferbar ist EDUCATION4.0 ab dem 2 Quartal 2022. Von Anfang an gibt es eine Reihe von Paketen mit Lerninhalten. Die Ausbildungsdrehmaschinen Primus, Praktikant und Condor wird es dann, ebenso wie die Fräsmaschine WF 410 MC und WF 610 MC, in der speziell konfigurierten Version „EDUCATION4.0“ geben. Abweichend vom gewohnten Erscheinungsbild in blau – für WEILER – und rot – für KUNZMANN – haben die Maschinen dieser Ausstattungsvariante einheitlich einen leuchtend grünen Anstrich.

Viele Fördertöpfe: Digitalpakt Schule, die Förderlinie ÜBS und Länderprogramme

Bei den Investitionskosten können sich Interessenten über weitreichende Fördermöglichkeiten von bis zu 90% des Anschaffungspreises für das Gesamtpaket EDUCATION4.0 freuen. Hierzu verweisen die Partnerunternehmen auf den Digitalpakt Schule und die Förderlinie ÜBS für überbetriebliche Ausbildungsstätten. Daneben vergeben viele Bundesländer zusätzlich über eigene Programme weitere Mittel.

Über die KUNZMANN Maschinenbau GmbH

Die KUNZMANN Maschinenbau GmbH, Remchingen, entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit manuelle und CNC-gesteuerte Universal-Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren sowie ergänzende Automationslösungen. Umfassende Schulungs- und Servicedienstleistungen stehen für die ausgeprägte Kundenorientierung des Unternehmens, das zudem in der Maschinenüberholung tätig ist. Im Jahr 2015 wurde KUNZMANN im Rahmen einer Nachfolgeregelung von der Unternehmensgruppe der Familie Eisler erworben, zu der auch die WEILER Werkzeugmaschinen GmbH aus Emskirchen zählt. Dabei blieb das Unternehmen unverändert rechtlich und organisatorisch selbstständig, alle Arbeitsplätze wurden erhalten. Das 1907 in Pforzheim gegründete und seit rund 65 Jahren im badischen Remchingen ansässige Familienunternehmen mit 110 Mitarbeitern wird heute von Dr.-Ing. M. Sc. Florian Kirchmann und Dipl.-Kfm. Klaus-Peter Bischof geführt.

Über die Weiler Werkzeugmaschinen GmbH

Die WEILER Werkzeugmaschinen GmbH aus Mausdorf/Emskirchen in der Nähe des mittelfränkischen Herzogenaurach ist mit bislang über 160.000 verkauften Maschinen Marktführer im deutschsprachigen Raum für konventionelle und zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschinen. CNC-Präzisions-Drehmaschinen und Radialbohrmaschinen ergänzen die Produktpalette.

Eingesetzt werden die Präzisions-Drehmaschinen "Made in Germany" in der Ausbildung genauso wie in der Einzel- und Kleinserienfertigung von Industrie und Gewerbe. Zu finden sind sie überall dort, wo Wert auf höchste Präzision in der Werkstückbearbeitung gelegt wird – in Universitäten und Forschungsinstituten, Optik- und Medizintechnikunternehmen genauso wie bei Maschinen-, Werkzeug- und Formenbauern, in der Luftfahrtindustrie, beim Pumpenbau und in der Erdöl- und Erdgasförderung.

Geführt wird das vor über 80 Jahren gegründete Familienunternehmen von den geschäftsführenden Gesellschaftern Dkfm. Friedrich K. Eisler und seinen Söhnen Mag. Alexander Eisler, Kaufmännischer Leiter, und Michael Eisler, MBA, Vertriebs-, Service- und Marketingleiter.

Rund 550 Mitarbeiter produzieren am Hauptsitz in Nordbayern und an einem zweiten Fertigungsstandort im tschechischen Holoubkov in der Nähe von Pilsen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Weiler Werkzeugmaschinen GmbH
Friedrich K. Eisler Straße 1
91448 Emskirchen
Telefon: +49 (9101) 705-0
Telefax: +49 (9101) 705-122
http://www.weiler.de

Ansprechpartner:
Martin Vetter
Leiter Vertrieb
Telefon: +49 (7232) 3674-0
E-Mail: vertrieb@kunzmann-fraesmaschinen.de
Michael Eisler
Geschäftsführer
Telefon: +49 (9101) 705-112
Fax: +49 (9101) 705-122
E-Mail: michael.eisler@weiler.de
F. Stephan Auch
auchkomm Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (911) 2747-100
Fax: +49 (911) 2747-102
E-Mail: fsa@auchkomm.de
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