Vier Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk Freiburg wurden als „Handwerksunternehmen des Jahres 2021“ ausgezeichnet, ein fünftes Unternehmen erhielt den Sonderpreis „Stabilitätsanker“. Der jährlich von der Handwerkskammer Freiburg vergebene Preis würdigt Betriebe, die sich mit innovativen Ideen und außergewöhnlichem Engagement erfolgreich am Markt platziert haben und dabei Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft übernehmen. Vertreter der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaften übergaben die Preise im Rahmen von Betriebsbesuchen; Bürgermeister überbrachten Videobotschaften.

In diesem Jahr ging die Handwerkskammer Freiburg neue Wege, da die feierliche Preisverleihung coronabedingt nicht wie gewohnt stattfinden konnte. Um die Ehrung der Betriebe trotz der widrigen Umstände würdig gestalten zu können, wurde jedes Unternehmen in seinem betrieblichen Umfeld von Kammerpräsident Johannes Ullrich und Dr. Handirk von Ungern-Sternberg, Mitglied der Geschäftsleitung, besucht. Die Kreishandwerksmeister aus Freiburg, Emmendingen und Lörrach sowie die Geschäftsführerinnen der Kreishandwerkerschaften Ortenau und Emmendingen nahmen an dem jeweiligen Betriebsbesuch teil. Johannes Ullrich betonte die hohe Wertschätzung, die den ausgezeichneten Handwerksbetrieben gebührt. „Wir brauchen solche Betriebe, solche Unternehmer wie Sie, die mit hohem Engagement in der Ausbildung, innovativen Ideen und Geschäftsmodellen vorbildhaft für unser Handwerk stehen.“

Über den Titel „Handwerksunternehmen des Jahres 2021" durften sich die Zimmerei Steiger & Riesterer GmbH in Staufen, die Metzgerei Gustav Winterhalter GmbH in Elzach, Trautmann GmbH Orthopädieschuhtechnik in Appenweier-Urloffen und die Firma Rümmele GmbH in Häg-Ehrsberg freuen. Der Sonderpreis „Stabilitätsanker“ ging an die Bäckerei Paul in Lörrach.

Der Emmendinger Bürgermeister Roland Tibi; Manuel Tabor, Bürgermeister der Gemeinde Appenweier; Jörg Lutz, Oberbürgermeister der Stadt Lörrach und der Bürgermeister der Gemeinde Häg-Ersberg Bruno Schmidt ließen es sich nicht nehmen, die Laudatio für „ihren“ Betrieb zu halten – in diesem Jahr per Videobotschaft.

Die Preisträger:

Aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Freiburg – Breisgau-Hochschwarzwald – Markgräflerland:

Betrieb: Zimmerei Steiger & Riesterer GmbH, Staufen im Breisgau
Gewerk: Zimmerer

Steiger & Riesterer Zimmerei und Abbundzentrum in Staufen bedient seit nahezu fünf Jahrzehnten das gesamte Spektrum des modernen Holzbaus inklusive CNC-gesteuerter Abbundanlage, Elementvorfertigung und natürlich die Arbeiten vor Ort auf der Baustelle. Die energetische Gebäudesanierung und Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden ist ein weiterer Arbeitsbereich der Firma. Seit über zehn Jahren ist Steiger & Riesterer intensiv im Bereich Holzmassivbau und mehrgeschossigem Holzbau aktiv. Zahlreiche realisierte Projekte zeigen die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich des modernen Holzbaus.

Die betriebliche Kontinuität, eine hochwertige Ausbildung der jungen Fachkräfte und ein Umgang auf Augenhöhe wird bei Steiger & Riesterer großgeschrieben. Die Azubis profitieren sehr von den erfahrenen und qualifizierten Vorarbeitern und Meistern. Ein- bis zweimal im Monat findet der S&R-Azubi-Übungssamstag statt. Die Lehrlinge vertiefen hierbei ihre Kenntnisse in allen Bereichen des Holzbaus und werden dabei von einem der sechs Zimmerermeister geschult. Für Mitarbeiter, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, findet wöchentlich ein betriebsinterner und fachspezifischer Deutschkurs statt.

Durch die Konzentration auf das Wesentliche – Holzbauprojekte für ihre Kunden in partnerschaftlicher Art und Weise zu realisieren – gelingt es der Zimmerei Steiger & Riesterer die vielfältigen Kundenwünsche zu erfüllen. Seit dem Frühjahr 2020 beliefert Steiger & Riesterer ihre Firmen- und Privatkunden mit massiven Holzbauelementen der firmeneigenen Marke SCHWARZWALD CLT. Das Rohholz hierfür wird aus dem Schwarzwald und den benachbarten Vogesen eingeschlagen und regional weiterverarbeitet. Somit können kurze Transportwege gewährleistet werden.

Nicht nur die Bauprojekte werden bei Steiger & Riesterer nachhaltig geplant und umgesetzt. Rund zwei Drittel des eigenen Strombedarfs wird über die auf den Firmendächern installierte PV-Anlage selbst erzeugt. Das Bürogebäude, die Abbundhalle und die Vorfertigungshalle werden mit den täglich bei der Arbeit anfallenden Holzresten geheizt. Die Firma ist Premiumpartner bei ProHolz Schwarzwald und Mitglied im Forum Weißtanne e. V.

Aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Emmendingen:

Betrieb: Metzgerei Gustav Winterhalter GmbH, Elzach
Gewerk: Fleischer

Die mehrfach ausgezeichnete Metzgerei Gustav Winterhalter GmbH ist für potentielle Mitarbeiter neben den guten Konditionen und wegen ihres guten Rufes in der Region ein attraktiver Arbeitgeber. Als innovatives Unternehmen erfindet es sich immer wieder neu – dies reicht von der Produktion über das Marketing (Onlineshop) bis hin zum Vertrieb der Produkte. Neben traditioneller Fleisch- und Wurstherstellung setzt der Betrieb auf innovative, neue Produkte, wie z.B. die Schwarzwälder Kirschwassersalami oder auch die Veggi-Griller.

Da die Produktion sehr energieintensiv ist, besteht schon allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen sehr großes Interesse daran, den Energiebedarf zu senken und die Beschaffungskosten niedrig zu halten. Daher monitort die Metzgerei Gustav Winterhalter Ihren Energieverbrauch und will in Zukunft in erneuerbare Energien investieren – Umweltschutz, der sich auch unmittelbar positiv auf das Unternehmen auswirkt.

Im Bereich der sozialen Verantwortung unterstützt der Betrieb regionale Vereine. Den über Generationen erfolgreichen, dynamischen und innovativen Betrieb führt nun bereits in 10. Generation der 28-jährige Sebastian Winterhalter. Mit 10 Fachgeschäften und insgesamt 160 Mitarbeitern ist er ein großer Arbeitgeber in der Region.

Aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Ortenau:

Betrieb: Trautmann GmbH Orthopädieschuhtechnik, Appenweier-Urloffen
Gewerk: Orthopädietechnik, Orthopädieschuhmacher

Die Firma Trautmann GmbH Orthopädieschuhtechnik beschäftigt derzeit insgesamt 65 Mitarbeiter an drei Standorten. Bei der Gewinnung neuer Fachkräfte und Auszubildender kommen dem Unternehmen sein guter Ruf und Angebote von Praktika zugute. Innerbetrieblich sorgen vielfältige Angebote zur Gesundheitsförderung und Mitarbeiterbindung für ein gutes Betriebsklima; dazu gehören auch regelmäßige Mitarbeitergespräche.

Das Unternehmen ist nicht nur in Bezug auf die Herstellung individueller orthopädischer Maßeinlagen Spezialist, sondern auch für das richtige Schuhwerk. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Umgang mit Fußproblemen aller Art, können in seinen Kompetenzzentren ein breites Spektrum an Analyse, Beratung und Versorgung und auch eigene innovative Produkte angeboten werden. Der hohe Qualitätsstandard, verbunden mit einer über 130-jährigen Handwerkstradition in der bereits 4. Generation – die 5. Generation ist in den Startlöchern – wird mit Kundentreue belohnt.

Das Unternehmen verfügt über eine Wärmepumpe, mit der der gesamte Betrieb im Hauptgeschäft in Urloffen beheizt wird. Ebenso liefert eine Photovoltaikanlage einen Großteil des benötigten Stroms. Auf Einweg-Papierhandtücher wird bei Trautmann aus Umweltschutzgründen komplett verzichtet.

Der Betrieb pflegt zudem seit jeher eine enge Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Altenpflegeheimen, Sozialstationen und anderen sozialen Einrichtungen und unterstützt diese mit finanziellen Zuwendungen oder Sachgütern. Zudem werden ortsansässige Vereine unterstützt. Jedes Jahr spendet Trautmann in der Vorweihnachtszeit eine größere Summe an eine gemeinnützige Organisation. Matthias Trautmann ist Kuratoriumsmitglied im Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg i. Br. Martin Trautmann finanzierte u.a. auf der indonesischen Insel Flores eine Krankenstation für die einheimische Bevölkerung und unterstützt aktuell finanziell den Bau einer Kirche in Nigeria. Im Jahr 2017 wurde Martin Trautmann für sein vielfältiges soziales Engagement mit der Bürgermedaille der Gemeinde Appenweier ausgezeichnet.

Aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Lörrach:

Betrieb: Rümmele GmbH, Häg-Ehrsberg
Gewerk: Elektrotechnik

Die Rümmele GmbH ist ein vor 25 Jahren von Andreas Rümmele gegründetes Unternehmen mit heute 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seine Strategie zur Nachwuchsgewinnung ist vielfältig: Das Unternehmen arbeitet zum einen intensiv mit der zuständigen Innung in Lörrach und der Handwerkskammer Freiburg zusammen; zudem werden regelmäßige Praktika im Betrieb angeboten. Großen Wert legt Andreas Rümmele auch darauf, Mitarbeiter aus der eigenen Belegschaft für eine Meister- oder Ingenieursausbildung zu gewinnen – mit großem Erfolg. Die Kosten hierfür werden komplett von dem Unternehmen übernommen.

Im Bereich der Produktinnovation gibt es eigene Entwicklungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen. Die neu entwickelte Energiemanagement-Technik wird nun von Rümmele in Kooperation mit seinem Partner – nach ersten Einbauten im Inland – auch international vertrieben; die Hersteller-Unabhängigkeit ist hierbei ein zentraler Vorteil. Aktuell erfolgt ein weiterer Anbau einer rund 1000 Quadratmeter großen Halle an das bestehende Betriebsgebäude, um die Produktion ausweiten zu können und mit der Stärkung des Haustechnik-Bereiches hier zum Rundum-Anbieter zu werden. Im eigenen Betrieb wurde die Energiemanagement-Technik ebenfalls eingeführt, wodurch schnell Einsparpotentiale aufgedeckt und optimiert werden konnten. Im Zuge der aktuellen Erweiterung des Betriebsgebäudes wird eine PV-Anlage mit Wärmepumpentechnik eingesetzt. Die hierfür erforderlichen Fachkräfte – speziell ausgebildete Energiemanager, sind ausschließlich eigene Mitarbeiter.

Die Unterstützung regionaler Vereine bis in die Ringer-Bundesliga hinein sowie Charity-Aktivitäten gehören zur Firmenphilosophie.  Die Rümmele GmbH ist nicht zuletzt durch eigene Produktentwicklungen und beachtliche Qualifizierungsstrategie für die eigene Belegschaft ein sehr erfolgreicher, regional verwurzelter Betrieb.

Preisträger Sonderpreis „Stabilitätsanker“, Lörrach:

Betrieb: Bäckerei Paul, Lörrach
Gewerk: Bäcker / Konditor

Die Bäckerei Paul ist ein vorbildlicher Familienbetrieb, der bereits seit 1907 für höchste Qualität steht. Der Betrieb lebt von der Tradition, aber auch von Abwechslung und neuen Kreationen – ob bei Brot- und Brötchensorten oder süßen Backwaren.

Die tollen, selbstverständlich täglich frischen Produkte haben die Bäckerei weit über die Stadtgrenzen von Lörrach hinaus bekannt gemacht. Dank ihres guten Rufes hat sie zudem auch keine Schwierigkeiten, Auszubildende zu finden – sie wird gefunden. Damit zeigt sich: Qualität setzt sich auch hier durch. Im vergangenen Jahr freuten sich die Betriebsinhaber über eine Innungsbeste im Verkauf. Darüber hinaus wurde vor einigen Jahren eine Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk (Fachrichtung Bäckerei) 1. Landessiegerin im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW).

Erwähnenswert ist auch, dass die Bäckerei Paul zurzeit einen aus Ghana stammenden Auszubildenden beschäftigt. Die Zuständigkeiten im Betrieb sind gut organisiert und auf die beiden Söhne aufgeteilt. Einer der Söhne betreibt die Bäckerei, der andere die Konditorei – ein beispielhaftes Miteinander über die Generationen hinweg.

Im neu erbauten Gebäude der Bäckerei ist eine umweltfreundliche Kälteanlage klimaneutral mit CO2 als Kältemittel installiert, deren Abwärme dann in die Warmwasserversorgung des neuen Wohnhauses eingespeist wird.

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