Der deutsche Pkw-Markt verzeichnete im Februar ein Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Kraftfahrtbundesamt registrierte 194.300 Neuzulassungen. Dies war der zulassungsschwächste Februarmarkt seit 2007. Von den internationalen Marken wurden über 71.000 Pkw neu zugelassen. Damit lag der Marktanteil der VDIK-Mitglieder bei 37 Prozent (Vorjahr: 40 Prozent). In den ersten beiden Monaten 2021 ging die Zahl neu zugelassener Pkw um 25 Prozent auf rund 364.000 zurück – das niedrigste Niveau seit 30 Jahren.

Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller, erklärte: „Der deutsche Pkw-Markt läuft erneut auf ein katastrophales Jahresergebnis zu. Ein Neuzulassungsminus von 25 Prozent wie in den ersten beiden Monaten, ist im weiteren Jahresverlauf kaum aufzuholen, auch wenn Händler alles unternehmen, um das Geschäft aufrecht zu erhalten. Entscheidend ist jetzt, dass der Autohandel zum Beginn des Frühjahrsgeschäfts wieder öffnen kann. Sehr große Verkaufsflächen in Relation zur täglichen Kundenzahl sowie bestehende Hygienekonzepte rechtfertigen für Autohäuser andere Lockdown-Szenarien als im übrigen Einzelhandel.“


Nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung Ende Dezember sind die privaten Neuzulassungen deutlich zurückgegangen. Im Februar sanken sie abermals stärker als der Gesamtmarkt, nämlich um 27 Prozent.

Deutliche Steigerungsraten verzeichneten die alternativen Antriebe. Laut KBA wurden im Februar 18.300 Pkw mit batterieelektrischem Antrieb (plus 124 Prozent) neu zugelassen. Außerdem fuhren 21.900 neue Plug-In-Hybride (plus 162 Prozent) auf die Straßen. Damit erreichen Elektrofahrzeuge einen Anteil von 21 Prozent am Gesamtmarkt. In den ersten zwei Monaten wurden insgesamt über 130.000 Pkw mit einem alternativen Antrieb neu zugelassen. Dazu zählen Elektroautos, Hybride mit und ohne Stecker, Mild-Hybride und Gas-Pkw.

Der Markt für Pkw mit Dieselantrieb ging im Februar um 35 Prozent zurück. Es wurden gut 49.000 Diesel-Pkw neu zugelassen. Der Anteil am Gesamtmarkt ist damit auf 25 Prozent gesunken (Januar 2020: 32 Prozent). Allerdings werden vermehrt Pkw als Diesel-Hybrid zugelassen und in der KBA-Statistik bei den alternativen Antrieben erfasst.

Der Nutzfahrzeugmarkt erreichte im Februar mit über 27.500 Neuzulassungen annähernd das Vorjahresniveau. Der Absatz leichter Nutzfahrzeuge ging leicht zurück, während schwere Nutzfahrzeuge um 4 Prozent zulegten.

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Der VDIK vertritt die internationalen Pkw- und Nutzfahrzeughersteller. 37 Marken stehen für einen Anteil am deutschen Pkw-Markt von rund 40 Prozent. Auch bei Nutzfahrzeugen sind die VDIK-Marken stark. In Händlerstützpunkten und Vertriebszentralen in Deutschland beschäftigen sie über 100.000 Mitarbeiter. Die internationalen Hersteller haben frühzeitig Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf den Markt gebracht. Elektroautos sind heute für Kunden in Deutschland auch dank des breiten Angebots der VDIK-Marken in großer Vielfalt verfügbar. Insgesamt setzen die internationalen Hersteller auf die gesamte Bandbreite von alternativen Antriebstechnologien. Dazu gehören auch Plug-In-Hybride, Hybride ohne Stecker, Gas und insbesondere Wasserstoff.

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