Für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Lateinamerika entwickelt die Siemens Stiftung mit regionalen Partnerinnen und Partnern von Januar 2021 bis Dezember 2021 digitale und analoge Bildungsinhalte zu den MINT-Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Gesundheit und Digitalisierung. Siemens AG, Siemens Caring Hands e. V. und Auswärtiges Amt unterstützen diese Initiative.

Laut UNESCO sind alleine in Lateinamerika aufgrund von COVID-19 rund 160 Millionen Schülerinnen und Schüler von Schulschließungen betroffen. Doch wie können Lehrkräfte in Pandemie-Zeiten erfolgreich unterrichten, wenn sie mit ihren Schülerinnen und Schülern nicht im Klassenraum sitzen können und noch nicht einmal mit allen durch einen Computer, ein Tablet oder ein Handy verbunden bleiben? Das lateinamerikanische Partnernetzwerk der Siemens Stiftung sieht akuten Handlungsbedarf: Bildungsinhalte und -formate sollen zeitnah neu konzipiert und kombiniert sowie Lösungen für digitale Bildung angeboten werden. Im Januar 2021 startet daraufhin in sieben Ländern Lateinamerikas die Bildungsinitiative „MINT-Bildung für Innovation“.


„Bildung ist der Grundstein für eine stabile und zukunftsstarke internationale Gemeinschaft. Dieser Idee folgt auch die Bildungsinitiative der Siemens Stiftung. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Schülerinnen und Schüler Lateinamerikas in einer schweren Zeit zu erreichen und fügt sich ein in unsere Arbeit für Kultur und Bildung in der Region“, erklärt Außenminister Heiko Maas.

Für die Bildungsinitiative entwickelt und adaptiert die Siemens Stiftung gemeinsam mit insgesamt 11 lokalen Partnerinstitutionen in Chile, Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Peru, Brasilien und Ecuador analoge, digitale und kombinierte Schulungsinhalte und -methoden rund um die MINT-Bereiche Naturwissenschaft, Technik, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Gesundheit und Digitalisierung für den Einsatz im Unterricht und in außerschulischen Kontexten.

„MINT-Bildung ist eine Kernkompetenz der Siemens Stiftung“, sagt Dr. Nina Smidt, operative Vorständin und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung. „Bereits seit zehn Jahren arbeiten wir mit Partnerinstitutionen in Lateinamerika daran, Bildung zukunftsfähig und frei zugänglich zu machen. Mit der Initiative „MINT-Bildung für Innovation“ stärken wir gemeinsam mit unserem Partnernetzwerk die Bildung in Lateinamerika – für jetzt und für die Zukunft.“

Dabei entstehen vor allem Blended-Learning-Konzepte für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften, eine Kombination aus Offline- und Online-Bildungsformaten. Für Schülerinnen und Schüler werden unter anderem Online-Kurse zur Technikbildung mit innovativer Software für Produktdesign konzipiert, interaktive Klimawandel-Karten für diverse Regionen Lateinamerikas sowie Videos und Podcasts zu den Themen Gesundheit und Hygiene zur Verfügung gestellt.

Die bis Dezember 2021 erarbeiteten Inhalte und Formate sind auf lokale Bedarfe abgestimmt. Die Inhalte sollen einerseits die öffentlichen Bildungsmaßnahmen unterstützen und fließen in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften an den Universitäten in Lateinamerika ein. Sie werden zudem in den etablierten digitalen Bildungsportalen der Stiftung CREA – Centro Recursos Educativos Abiertos und auf dem Medienportal der Siemens Stiftung frei zugänglich verfügbar sein. Gemeinsame Zielsetzung ist es, so letztlich Millionen von Schülerinnen und Schülern und deren Lehrkräfte auf dem Kontinent mit zusätzlichen Lernangeboten zu erreichen.

Judith Wiese, Mitglied des Vorstands sowie Chief Human Resources Officer der Siemens AG und Mitglied des Stiftungsrats der Siemens Stiftung, betont: „Für uns ist der Hilfsfonds ein Anker, um besonders in Krisenzeiten wirkungsvolle Hilfsprojekte zu ermöglichen. Umso mehr freue ich mich über das Engagement der Siemens AG sowie die großzügigen Spenden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun unter anderem für dieses großartige Bildungsprojekt in Lateinamerika verwendet werden.“

Die Initiative wird durch den COVID-19-Hilfsfonds des Vereins Siemens Caring Hands e. V. maßgeblich unterstützt. Die Gelder werden dafür eingesetzt, die 14 aufeinander abgestimmten Projekte der Initiative „MINT-Bildung für Innovation“ auf- und auszubauen. Diese haben das Potenzial, eine Strahlkraft für den gesamten Kontinent zu entwickeln. Dazu Siemens Caring Hands e. V. Vorstandsmitglied Prof. Dr. Stephan Frucht: „In der Corona-Pandemie erhält der Zugang zu digitalen Lerninhalten eine wichtige Bedeutung. Spätestens jetzt ist der Moment gekommen, um innovative Lernmethoden zu fördern, die allen Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft eine Chance auf hochwertige Bildung ermöglichen. Siemens Caring Hands unterstützt dieses Projekt, weil es die richtigen Impulse für MINT-Bildung in Lateinamerika setzt.“

Über Siemens Caring Hands e. V.
Siemens Caring Hands e. V. ist ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, der im Jahr 2001 auf Initiative der Siemens AG ins Leben gerufen wurde. Der Verein ist insbesondere zur Unterstützung in Katastrophenfällen tätig und verfolgt unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke. Dazu zählen unter anderem die Förderung der Hilfe für Opfer von Katastrophen, die Unterstützung des Feuer-, Katastrophen- und Zivilschutzes sowie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Auf Initiative der Siemens AG wurde im März 2020 mit Unterstützung des Vereins ein COVID-19-Hilfsfonds ins Leben gerufen, um Hilfseinrichtungen und medizinische Einrichtungen sowie Betroffene der Krise weltweit schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Die von Siemens Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gespendete Summe wurde von der Siemens AG verdoppelt. Die gesammelten Mittel wurden und werden für spezifische, wohltätige COVID-19 Hilfsprojekte weltweit eingesetzt.

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