Auch wenn alle Mitarbeitenden noch mit Mund-Nase-Schutz in den Gebäuden der SWP unterwegs sind – ob im Flurfunk am Desinfektionsspender oder per Videokonferenz aus dem Homeoffice: Das Thema des Quartals ist nicht mehr Corona, sondern die vielen digitalen Erneuerungen, die sich derzeit im Unternehmen zutragen. Die SWP vollziehen derzeit eine umfangreiche digitale Sanierung, von der Personalakte bis zum Endprodukt für die Kund:innen.

Schon vor Corona hatten etwa 70 Mitarbeitende der SWP die Möglichkeit, 20% ihrer Arbeitszeit im sogenannten Mobilen Arbeiten zu erfüllen. Aufgrund der derzeitigen Situation und die Maßnahmen zur Kontakteinschränkung wurde diese Tendenz noch weiter gesteigert. „Derzeit wurden 243 Anträge zur Mobilen Arbeit gestellt“, verrät Herbert Marquard, Geschäftsführer der SWP. Davon seien alleine 166 Anträge auf die Maßnahmen rund um COVID-19 zurückzuführen. Wer kann, der soll nun möglichst viel Arbeit von zuhause erledigen. Und die Maßnahme kommt gut an – viele Mitarbeitenden berichten von Effizienzsteigerungen im Arbeitsprozess, auch wenn vielen der direkte Kontakt zu den Kolleg:innen fehlt. „Trotzdem müssen wir das als positive Erfahrung aus dieser Zeit mitnehmen, so schwierig diese auch noch immer ist“, erklärt Marquard weiter. In Zukunft soll es für SWP-Mitarbeitende noch einfacher sein, flexibel von zuhause aus zu arbeiten.

Ende Mai fand sogar die erste virtuelle Mitarbeitenden- und Betriebsversammlung statt. Über Videotelefonie mit Chatfunktion konnten sich Mitarbeitende direkt an den Geschäftsführer Herbert Marquart und den Betriebsratvorsitzenden Henry Wiedemann richten. Das Feedback hierzu fiel allgemein sehr positiv aus.


Zumal viele Arbeitsprozesse schon online abrufbar und zu bearbeiten sind: So hat die SWP das Personalmanagement-System Magellan eingeführt. „Bis Ende 2020 soll die Voll-Digitalisierung aller Personalakten erfolgt sein“, verspricht Holger Streich, der als Personalleiter der SWP das Zepter für den Umstieg in das System hält.

Schon jetzt können die Mitarbeitenden der SWP im System Weiterbildungen buchen, Anträge stellen und viele mitarbeiterbezogene Daten aufrufen. Vom Arbeitsvertrag über Qualifikationsnachweise bis hin zur Entgeltabrechnung ist alles digital abrufbar.

Besonders für neue Kolleg:innen interessant: Auf der E-Learning-Plattform SWP-Campus können Videoformate abgerufen und per Abschlussprüfung abgeschlossen werden. Ob Grundlagen der Energiewirtschaft, Unbundling oder Compliance: Neue aber auch erfahrenere Mitarbeitende haben von allen Endgeräten Zugriff auf Weiterbildungsmöglichkeiten.

Dass sich der Digitalisierungsbegriff wie ein roter Faden durch alle Bereiche der SWP zieht, zeigt sich auch in den Finanz- und Controllingprozessen. Bereits der Jahresabschluss 2019 konnte mit dem neu eingeführten ERP-System S/4Hana fertiggestellt werden. Als fünfter Energieversorger in Deutschland nutzen die SWP das neue System und können ein Jahr nach dem Umstieg ein ausschließlich positives Resumée ziehen. Mit der hohen Performance des on-premise Systems läuft die Arbeit effizienter – die komplette Integration von S/4Hana geht einher mit einer übergangslosen Einführung in allen Bereichen. „Der Prozess geht ohne Brüche durch alle Abteilungen“, berichtet Brita Kroslid, Hauptverantwortliche die die Digitalisierungsprojekte der SWP. Auch im Vertrieb, der Abrechnung und dem Kundenservice dürfen sich die SWPler:innen über modernere Systeme freuen, die ihnen die Arbeit erleichtern und die Effizienz steigern.

Privatkund:innen können ebenfalls gespannt sein: Der Weg des Eigenheims führt immer öfter ins Smart Home. Wenn die E-Auto-Ladesäule irgendwann mit dem Smartphone kommunizieren soll, dann ist die Umrüstung der alten Ferraris-Zähler auf Smart Meter essenziell. Werden diese mit einem Gateway (SMGW) ergänzt, wird das Smart Home erst so richtig vernetzt. In einem Pilotprojekt sollen zeitnah eintausend SMGWs im Kommissionsbereich der SWP verbaut werden. Um das bestmögliche Produkt ausfindig zu machen, werden in der Testphase zwei unterschiedlich arbeitende Systeme bei den Privatkund:innen eingebaut, um im Anschluss zu analysieren, mit welchem der beiden sowohl die Kund:innen als auch die SWP am besten zurecht kam.

Ein ganz besonderes Projekt können Geschäftskund:innen schon jetzt nutzen: Das SWP E-Portal. Hier haben die Geschäftskunden der SWP Einblick in die aktuellen Preisentwicklungen auf dem Energiemarkt und können zum selbst gewählten Zeitpunkt zum individuellen Marktpreis ihre Tranchen aufkaufen. Der Vergleich mit aktuellen und historischen Daten erleichtert es, den geeignetsten Zeitpunkt zur Tranchenbeschaffung auszuwählen. Somit wird eine Entkopplung von festen Strom- und Gastarifen ermöglicht und die Chance eröffnet, frei und unabhängig zu kalkulieren. Aus dem Einkauf ergeben sich individuelle Strompreise, die – je nach Kalkulation und Preisstand – ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für das eigene Geschäft bieten. Durch den Kauf von Tranchen können Unternehmen kurzfristige Preisschwankungen umgehen und ein günstiges Marktgeschehen nutzen – besonders in Branchen mit erhöhtem Energieverbrauch können hier Risiken gestreut und Prozesskosten optimiert werden. Mit einem Preisradar ausgestattet, können die Geschäftskind:innen bequem wie beim Online-Banking ihre Tranchen zum Wunschpreis ergattern. Ein weiterer Service: Im E-Portal finden sich viele aktuelle News aus der Branche, Fachartikel und Expert:innen-Meinungen, sodass die Geschäftskund:innen ihr Know-How erweitern und die Daten und Preisentwicklungen noch besser einschätzen können.

„Mit dem SWP E-Portal und dem innovativen SWP-Preisradar gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Digitalisierungsstrategie der SWP. Wir ergänzen damit unsere Angebotspalette besonders für die Unternehmen vor Ort. Viele unserer Geschäftskunden befinden sich in einem digitalen Transformationsprozess, den wir gerne begleiten. Mit dem SWP E-Portal helfen wir unseren Kunden dabei, operative Fehlerquoten im Bereich Energiebeschaffung zu senken, die durch analoge und in die Jahre gekommene Prozesse entstehen können“, verspricht SWP Geschäftsführer Herbert Marquard. „Gleichzeitig unterstreicht das neue Angebot einmal mehr unseren Anspruch als regional verwurzelter Versorger, die hiesige Wirtschaft gemeinsam mit den Verantwortlichen fit für die Energiezukunft zu machen.“

Über die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG

Wir, die Stadtwerke Pforzheim (SWP), sind der regionale Grundversorger in und um Pforzheim.
Als Bereitsteller und Lieferant von Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und Telekommunikationsnetzen bieten wir eine breit ausgebaute Infrastruktur für die Menschen in der Region.
Durch unsere über 125 Jahre währende Geschichte sind wir tief in der Stadt Pforzheim verwurzelt und durch unsere Verantwortung gegenüber den hier lebenden Menschen eng mit diesen verbunden.
Die SWP stehen für eine sichere Versorgung, soziales Engagement und technische Innovation für und mit Pforzheim.

Weil wir hier leben

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