Am 28. Mai trafen sich rund 70 Mitglieder der EHEDG Regionalsektion Deutschland (European Hygienic Engineering and Design Group) bei der SMC Deutschland GmbH in Egelsbach. Beim diesjährigen Jahrestreffen stand der Gedanken- und Erfahrungsaustausch rund um das Hygienic Design im Vordergrund.

„Wie ist der aktuelle Stand und wo geht die Reise hin“, so fasst Torsten Klein, Product Management bei SMC, den Tenor der Veranstaltung zusammen. Womit man in den USA bereits seit vielen Jahren beständig Marktanteile gewinnt, das steckt hierzulande vielfach noch in den Kinderschuhen. Maschinen und Anlagen im Hygienic Design bilden für deutsche und europäische Abnehmer noch eher die Ausnahme. Dabei wird vor allem der höhere Preis als Grund für den mangelnden Zuspruch genannt. Dennoch war man sich im Teilnehmerkreis einig: Die Vorteile von Hygienic Design-Anlagen werden sich mittel- bis langfristig auch hier durchsetzen. Schließlich überzeugen die Vorzüge auf ganzer Linie: Hygienestandards werden erfüllt, die Lebensmittelsicherheit garantiert, die Energieeffizienz erhöht, die Reinigungsabläufe vereinfacht und die Stillstandzeiten verringert.

Weltkongress erstmals in Deutschland


In seiner Begrüßungsrede beleuchtete Dr. Jürgen Hofmann, Vorsitzender der EHEDG Sektion Deutschland, die Fortschritte verschiedener Projektgruppen, die an neuen Guidelines arbeiten. Dann verwies er auf den EHEDG Weltkongress, der im nächsten Jahr erstmals in Deutschland stattfindet. In München werden etwa 500 Teilnehmer erwartet. Ein Committee befasst sich aktuell mit der Planung der Inhalte und Vorträge. Im Anschluss daran stellte Dirk Nikoleiski von Commercial Food Sanitation L.L.C. die Ziele einer technischen Arbeitsgruppe der Global Food Safety Initiative vor. Sie soll das Thema Hygienic Design in deren Auditierungsvorgaben mit einbringen. Damit werden Auditoren in die Lage versetzt, Produktionsanlagen künftig auf Schwachstellen im Hygienic Design prüfen zu können. Sind die Grundlagen wie geplant bis Ende 2020 fertiggestellt, könnten die Auditoren ab 2022 beginnen, dies in ihren Audits zu prüfen.

Experten beim Erfahrungsaustausch

Torsten Klein von SMC Deutschland nutzte seinen Vortrag zu einer Bestandaufnahme der besonderen Art. Nach einer kurzen Einführung und Begriffsklärung, was Industrial Design, Clean Design und Hygienic Design voneinander unterscheidet und welche Marktperspektiven damit verbunden sind, bezog er das gesamte Auditorium in seinen Vortrag ein. Über die vielen Wortmeldungen entstand ein detailreiches Bild der aktuellen Situation. Die anwesenden Hersteller und OEM wiesen dabei ganz offen auf bestehende Probleme hin und teilten ihre Erfahrungen mit.

Eindeutige Definition ist erwünscht

Die Verbreitung des Hygienic Design ist sehr stark vom jeweiligen Markt abhängig. In pharmazeutischen Anlagen gehört das Hygienic Design längst zum Standard. In anderen Bereichen versperren die hohen Kosten den Durchbruch. Prognosen zeigen allerdings, dass die Unternehmen immer mehr Wert auf das Hygienic Design legen. International gesehen, hat der US-amerikanische Markt die Nase vorn. Allerdings fehlt auf breiter Front ein klares Verständnis davon, was Hygienic Design tatsächlich bedeutet: Während einige Unternehmen schon wenige Schrauben und ein paar glatte Oberflächen als Hygienic Design verstehen, legen andere deutlich höhere Maßstäbe an. Hierin kristallisierte sich auch ein wesentlicher Kritikpunkt heraus. Mehrfach war auf der Veranstaltung zu hören, dass eine eindeutige Definition von Clean Design und Hygienic Design fehlt. Sie wäre jedoch für Anbieter und Anwender gleichermaßen hilfreich.

Rundgang durch Produktion und Labor

Am Nachmittag standen Rundgänge durch das GTC Zentrallabor (German Technical Center) und die Produktion auf dem Programm. Die Gruppen wurden durch die Produktion bis hin zur Endmontage geführt. Als Hersteller, Partner und Lösungsanbieter legt SMC den Fokus in Deutschland auf individuelle und spezifische Produktentwicklungen. Dabei ist auch die Fertigung kleiner Losgrößen jederzeit kurzfristig umsetzbar. Im GTC Zentrallabor konnten die Besucher verschiedene Testvarianten vom Dauertest bis hin zu kundenindividuellen Anfragen besichtigen. Hier kann nahezu jedes Produkt getestet werden.

Am Ende eines langen Tages verabschiedete Dr. Jürgen Hofmann die Expertenrunde und verwies auf das nächste Jahrestreffen der EHEDG Deutschland im Mai 2020.

Über die SMC Deutschland GmbH

Führender Hersteller, Partner und Lösungsanbieter für pneumatische und elektrische Automati-sierungstechnik – die SMC Deutschland GmbH bietet ein umfassendes Produktspektrum vom Ventil bis zum Temperiergerät mit mehr als 12.000 Basismodellen und über 700.000 Varianten für unter-schiedlichste Industriebranchen. Die innovativen Automatisierungslösungen des Unternehmens mit Sitz in Egelsbach bei Frankfurt am Main finden sich unter anderem in der Automobil-, Elektro- und Photovoltaik-, Medizin-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie sowie im Werkzeugmaschinenbau, der Robotik und der Automation. SMC erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von 159 Millionen Euro und beschäftigt bundesweit mehr als 740 Mitarbeiter. Darüber hinaus steht allen Kunden ein flächendeckendes, kompetentes Service- und Vertriebsnetzwerk zur Seite.

Die SMC Deutschland GmbH gehört zur SMC Corporation, die in 83 Ländern weltweit mit über 31 Produktionsstätten vertreten ist. Der Weltmarktführer für pneumatische Automatisierungstechnik mit einem Marktanteil von 36 Prozent erzielte im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden Euro und beschäftigt global gut 19.680 Mitarbeiter.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

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63329 Egelsbach
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Telefax: +49 (6103) 402-139
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