Seit einigen Jahren ist das Schlagwort „Industrie 4.0“ in aller Munde. Wichtiger Bestandteil für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0 ist der Austausch von Daten in der Produktion. Für diesen Zweck etabliert sich zunehmend der offene Schnittstellenstandard OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture). Doch welche Vorteile und welchen Nutzen hat OPC UA in der Anwendung zum Beispiel in der Kunststoffindustrie?

Um es vorweg zu nehmen: in der Kunststoffindustrie trägt der Maschinenkommunikationsstandard OPC UA dazu bei, Prozesse von der Produktion bis zum Service zu optimieren sowie Verluste von Zeit, Rohstoffen und Produkten (Ausschuss) zu minimieren. Höchste Qualität und maximale Wertschöpfung sind auf diese Weise sichergestellt.

Beispiel für OPC UA Kommunikation: Metallseparator „spricht“ mit Misch-/Dosiereinheit


Angenommen ein Kunststoffunternehmen stellt Verschlüsse für die Kosmetikindustrie her und hat in der Produktionshalle mehrere Spritzgießmaschinen im Einsatz. Zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit setzt das Unternehmen Metallseparatoren ein, die direkt zwischen der Misch- und Dosiereinheit für das Granulat und dem Materialeinzug der Maschine sitzen.

Es kann vorkommen, dass sich ein kleiner, metallischer Fremdkörper im Granulat befindet, der die Misch- und Dosiereinheit durchläuft und über die Förderleitung direkt zur Maschine gelangt. Der Metallseparator wendet den nahenden Störfall ab, weil er das Metallteilchen erkennt und sicher ausschleust. Zu beachten ist, dass bei der Ausschleusung auch ein geringer Teil des Gutmaterials mitausgeschieden wird und daher nicht mehr die exakt berechnete und zu dosierende Menge an Granulat im Werkzeug der Spritzgießmaschine ankommt.

Durch die Vernetzung und Kommunikation über die OPC UA Schnittstelle ist es möglich, dass der Metallseparator der Misch- und Dosiereinheit die Materialausschleusung mitteilt. Gleichzeitig wird kommuniziert, welche Menge nachdosiert werden muss, damit die Materialrechnung wieder aufgeht. Dieser Part erfolgt problemlos und die Verschlüsse, die aus der Spritzgießmaschine kommen, sind einwandfrei.

Ohne die standardisierte Kommunikation via OPC UA hätten schon kleinste Abweichungen in der Granulatzufuhr dazu führen können, dass fehlerhafte Teile, wie z.B. unterspritzte Verschlüsse, produziert worden wären. Diese Fehlproduktionen bleiben oftmals erst einmal unbemerkt: sie fallen ohne weitere Untersuchung in einen Karton, dieser wird zugeklebt und an den Kunden verschickt. Reklamationen sind so gut wie sicher.

Vorteile und Nutzen von OPC UA: Optimierte Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität

OPC UA sorgt in der Kunststoffindustrie durch die intelligente Vernetzung aller am Produktions- und Verarbeitungsprozess beteiligten Komponenten für eine reibungslose Kommunikation. Der Austausch der Daten, z.B. zwischen Metallseparatoren und Dosiereinheiten, ist die Voraussetzung für die Steigerung von Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität. Reklamationen werden vermieden.

Bartosch Jauernik, OPC UA Experte bei Sesotec, sagt: „Wir stellen uns den Herausforderungen von Industrie 4.0 und arbeiten aktiv an der Entwicklung des OPC UA Standards für unsere Geräte. Sesotec ist einer der ersten Anbieter von intelligenten Metallseparatoren für die Kunststoffindustrie. Unsere Geräte können untereinander, vor allem aber mit anderen Maschinen kommunizieren, Daten austauschen und sich selbst optimieren.“

 

Über die Sesotec GmbH

Sesotec ist einer der führenden Hersteller von Geräten und Systemen für die Fremdkörperdetektion und die Materialsortierung. Der Absatz der Produkte konzentriert sich hauptsächlich auf die Lebensmittel-, Kunststoff-, Chemie-, Pharma-, und Recyclingindustrie. Sesotec ist auf dem Weltmarkt mit Tochtergesellschaften in Singapur, China, USA, Italien, Indien, Kanada und Thailand sowie mit mehr als 60 Vertretungen präsent. In der Sesotec Gruppe sind derzeit 540 Mitarbeiter beschäftigt.

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