• Beteiligung am Repowering-Erlös in Wennerstorf 
  • Vorkaufsrecht für neuen Windpark wird nicht ausgeübt
  • Griechische Solarparks im Visier

Obwohl der Wind 2018 europaweit unterdurchschnittlich wehte, erwirtschaftet der ABO Invest-Konzern in diesem Jahr voraussichtlich erstmals ein positives Vorsteuerergebnis. „Angesichts der mittlerweile erreichten Kredittilgung in unseren Windparkgesellschaften und der stetig sinkenden Zinsbelastung sind für durchschnittliche Windjahre nunmehr regelmäßig positive Jahresergebnisse zu erwarten“, sagt Vorstand Dr. Jochen Ahn. Dass die Ergebniswende trotz Sommerflaute bereits 2018 erreicht wird, liegt an einem Ertrag in siebenstelliger Höhe, den ABO Invest aus dem Repowering des Windparks Wennerstorf zu erwarten hat.

An dem Standort bei Hamburg hatte ABO Invest bis Mitte 2018 vier alte Anlagen des Typs AN Bonus mit jeweils 1,3 Megawatt betrieben. Dann bot sich dem Projektentwickler ABO Wind die Möglichkeit, die alten Anlagen durch zwei Nordex N149 mit jeweils 4,5 Megawatt Leistung zu ersetzen. An der mit dem Repowering verbundenen Wertschöpfung ist ABO Invest vertragsgemäß beteiligt, so dass in diesem Jahr – neben dem bereits vereinnahmten Gewinn aus dem Verkauf der Anlagen – noch eine siebenstellige Einnahme zu erwarten ist, deren genaue Höhe noch nicht feststeht.


„Der zusätzliche Ertrag durch das Repowering kompensiert einen Teil der Einbußen, die wir aufgrund des 2018 wiederum unterdurchschnittlichen Windaufkommens erlitten haben“, so Dr. Ahn. Die Option, den neuen Windpark in Wennerstorf zu erwerben, wird ABO Invest nicht nutzen. „Der hohe Marktpreis für neue Windparks in Deutschland ist nicht vereinbar mit der von uns angestrebten Eigenkapitalrendite von fünf Prozent.“ ABO Invest beabsichtigt stattdessen, im nächsten Jahr in Griechenland Solarparks mit einer Nennleistung von 45 Megawatt zu erwerben. Der Projektentwickler ABO Wind will die Projekte 2019 ans Netz bringen. Für die fünf griechischen Solarprojekte hatte ABO Wind bei einer Ausschreibung in diesem Jahr eine Vergütung von 6,3 Cent je Kilowattstunde gesichert, die einen rentablen Betrieb der Anlagen ermöglicht.

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