Das Nachbarland Frankreich steht bei Investoren immer höher im Kurs. Fast unbemerkt hat die Regierung Macron umfassende Reformen am Arbeitsmarkt durchgeführt. Zu den Details hat die WRO bei einer Veranstaltung mit Experten der Beratungsgesellschaft Ernst & Young informiert.

WRO-Vorstand Dr. Jochen Kopitzke begrüßte die zahlreichen Gäste:„Für unsere Grenzregion Ortenau ist Frankreich ein wichtiger Handelspartner. Von einer erfolgreichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit profitieren wir alle. Deshalb wollen wir heute über die wirtschaftlichen Entwicklungstendenzen im Nachbarland informieren.” so Kopitzke.

Gleich mit sechs Spezialisten des deutsch-französischen Teams war Ernst&Young angereist, um die Unternehmer aus der Ortenau über die neuen Möglichkeiten zu berichten. Die Studie „Deutsche Unternehmen in Frankreich“erhebt in regelmäßigen Abständen die Geschäftslage deutscher Unternehmen in Frankreich. Die Befragung für diese 6. Ausgabe beinhaltet auch qualitative Interviews mit Geschäftsführern deutscher Firmen in Frankreich.


Im Jahr 2018 beurteilten 90% der Entscheidungsträger die französische Wirtschaftslage als zufriedenstellend oder gut – gegenüber 41% im Jahr 2016. Die Perspektiven für Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen seien vielversprechend – 63 % der befragten Unternehmen würden sich wieder in Frankreich niederlassen und 43 % prognostizieren gar neue Einstellungen.“ annonciert EY Executive Direktor Aurélie Denonnin eine optimistische Bewertung an das Publikum. Als Gründe für diese deutlich positive Gestaltung der Konjunktur in Frankreich bezeichnet sie die Reformen der Regierung Macrons.

Die aktuellen und laufenden Reformen in Bereichen des Steuer- und Arbeitsrechts tragen dazu bei, ein unternehmerfreundlicheres Umfeld zu schaffen.“ Die Arbeitsrechtsreform bringt den Unternehmen mehr Flexibilität und schafft einen arbeitgeberfreundlicheren Rechtsrahmen. Mittels schrittweiser Senkung des Körperschaftsteuersatzes und der Modernisierung und Vereinfachung von Regelungen zum Zinsabzug wird die französische Besteuerung viel attraktiver für ausländische Unternehmen”, erläutert Fabian Böser, EY Senior Manager.

Tenor der Veranstaltung: Internationale Investoren bewerten die ersten Reformschritte positiv. Die Bemühungen müssen aber in den Bereichen Innovation und digitaler Wandel fortgesetzt werden.

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