Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich das SKZ zusammen mit seinen Partnern intensiv mit Technologien, die man heute unter der Bezeichnung Industrie 4.0 zusammenfasst. Schon damals entstand das Konzept einer Modellfabrik 2020, das heute aktueller ist denn je. Vor Kurzem wurde das SKZ nun als offizielle Testumgebung für Industrie 4.0 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) klassifiziert.

Die Zukunft zu erfinden – das ist das Ziel aller Forschungsaktivitäten des SKZ. Dabei werden die Prozesse entlang der Wertschöpfungskette der Kunststoff verarbeitenden Industrie mit den notwendigen Mess- und Prüftechnologien zur Qualitätssicherung betrachtet. Diesbezüglich gewinnt zunehmend die Vernetzung aller Prozesse an Bedeutung. Zusammen mit den im Jahre 2011 gestarteten Aktivitäten zu additiven Fertigungsverfahren wird das SKZ in das Zeitalter des industriellen Internets der Dinge (IIoT) geführt. Wichtige Themen sind auch die 100%-Qualitätskontrolle, die Entwicklung von Assistenzsystemen in der Fertigung, die Simulation von Verarbeitungsprozessen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder gar komplett neue Geschäftsmodelle. Das SKZ verringert dabei in Kooperation mit seinen Partnern die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bezüglich des Einsatzes von Industrie 4.0-Technologien.

„Das Thema Industrie 4.0 nimmt seit vielen Jahren einen großen Stellenwert in der strategischen Ausrichtung des SKZ ein“, so Thomas Hochrein, Geschäftsführer für den Bereich Bildung und Forschung. „Es freut mich deshalb sehr, dass wir im Rahmen einer BMBF-Initiative kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit bieten können, vom Know-how des SKZ zu profitieren.“


Im Rahmen dieser BMBF-Initiative wird die Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen mit spezialisierten Testumgebungen rund um Industrie 4.0 gefördert. Dem Mittelstand wird dadurch die Möglichkeit gegeben, den Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu begegnen, indem es mit testierten Testumgebungen wie dem SKZ mit entsprechender Ausstattung und großem Know-how zusammenarbeiten kann.

Die Unternehmen können bei dieser ergebnisorientierten Kooperation eine Förderung von bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Kosten erhalten.
Damit gelingt es den teilnehmenden Unternehmen, stark, vital und innovativ zu bleiben.

Bei der Antragsstellung werden die Unternehmen von der nationalen Kontakt- und Koordinierungsstelle „I 4.0-Testumgebungen für KMU – I4KMU“ unterstützt. Bei Fragen hilft interessierten Unternehmen auch der Oberingenieur des SKZ, Dr. Johann Erath (j.erath@skz.de, Tel. 0931 4104 472), gerne weiter: „Die Expertise des SKZ zum Thema Industrie 4.0 steht allen Firmen offen, die sich über neueste Möglichkeiten informieren möchten oder planen, eigene Verfahren zu entwickeln oder zu erproben.“

Weitere Informationen zur Fördermaßnahme sowie zu möglichen Einreichungsterminen finden sich auf der Homepage https://i4kmu.de/.

Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

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