BIM spielt im Elektroinstallationssegment noch keine nennenswerte Rolle. Schließlich hat die elektrische Gebäudeinstallation in der Praxis nur wenige Berührungspunkte mit den Arbeiten anderer Gewerke und wird bereits in der Planung oft de facto getrennt vom allgemeinen Bauentwurf behandelt. Doch mit dem Vordringen von Entwicklungen wie dem vernetzten Gebäude und modularem Bauen könnte sich das bald ändern. Das zeigt eine europaweite Studie über das Elektrohandwerk: Vor allem in Westeuropa sind die Elektroinstallateure besonders mit BIM vertraut – also genau auf den Märkten, in denen diese Bautrends schon heute sehr viel stärker verbreitet sind als hierzulande.

In einer Studie zu europäischen Trends bei Elektroinstallationsfirmen wurden zusammen 1.075 Handwerker in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Beneluxstaaten und Polen in telefonischen Interviews zur Relevanz von BIM für ihre Arbeitspraxis befragt. Dabei zeigte sich: Natürlich ist BIM auch für die Elektroinstallateure kein unbeschriebenes Blatt mehr. So haben immerhin 18 Prozent der befragten deutschen Elektriker bereits davon gehört, in Frankreich und Belgien ist das digitale Planen und Bauen mit BIM schon jedem dritten Installateur ein Begriff, in Großbritannien jedem zweiten und in den BIM-affinen Niederlanden schon 60 Prozent der Befragten.

Wenn es um die eigene Arbeit geht, ist das europäische Elektrohandwerk vom Bauen mit BIM aber noch meilenweit entfernt. In Deutschland hat nur einer von 99 Elektroinstallateuren selbst mit BIM gearbeitet und in den meisten übrigen Ländern sieht es kaum anders aus. Selbst bei den beiden Vorreiternationen in Sachen BIM gibt es noch wenig BIM-Praxis im Elektrosegment. Doch immerhin waren 13 Prozent der befragten Briten und 17 Prozent der Niederländer schon selbst in Projekten tätig, in denen mit BIM gearbeitet wurde.


Es ist sicher kein Zufall, dass in beiden Ländern auch unter anderen Bauakteuren (nämlich Architekten und im SHK-Handwerk) die größte eigene BIM-Erfahrung gemessen wurde. Schließlich sind beide Märkte vergleichsweise stark „amerikanisch geprägt“, was neue Bauweisen, Methoden und Anbieter angeht: Bauen im System und vernetzte Vorgehensweisen legen nahe, dass auch das Elektrohandwerk dort immer häufiger mit der BIM-Methode konfrontiert wird. Das betrifft derzeit vor allem große Projekte im Nichtwohnungsbau, in denen die gebäudetechnische Fachplanung und die Ausführung mit BIM koordiniert wird.

Doch selbst für die Vorreiter aus Westeuropa gilt: Bevor BIM auch bei den kleineren Firmen Fuß fasst, müssen eine Reihe Hindernisse überwunden werden, die der BIM-Einführung im Wege stehen. Noch spielt BIM in den übrigen Arbeitsprozessen der Elektroinstallation keine nennenswerte Rolle, so dass die Firmen zurecht noch keine Notwendigkeit sehen die umfangreichen Investitionen für den BIM-Einstieg zu tätigen.

Im Elektrosegment ist es also noch ein weiter Weg – doch die Weichen sind schon in Richtung BIM gestellt. Am ehesten im spezialisierten Nichtwohnungsbau: Dort wird die Gebäudeinstallation in den übrigen Ländern über kurz oder lang dem niederländischen und britischen Beispiel folgen.

Über die Studie

BauInfoConsult ist ein auf die Bau- und Installationsbranche spezialisiertes Marktforschungsinstitut. Die Studie Europäischer Elektroinstallations-Monitor der USP Marketing Consultancy-Gruppe, zu der auch BauInfoConsult gehört, erscheint viermal im Jahr. Für die internationale Untersuchung werden jährlich ca. 4.800 Elektroinstallateure Installateure aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Polen befragt. In jeder Ausgabe steht ein anderer aktueller Trend im Fokus. Die Q1 2018-Ausgabe behandelt folgende Themen:

  • Elektroinstallateure: Entwicklung in 7 Ländern
  • Schwerpunkt: BIM in der Elektroinstallationsbranche

Der aktuelle Bericht (Ausgabe Q1 2018) kann bei BauInfoConsult käuflich bezogen werden. Mehr Informationen erhalten Sie von Alexander Faust und Christian Packwitz unter 0211 301 559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de.

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