Wasserstoff als zukünftiger regenerativer Energieträger und Bindeglied der Sektorenkopplung rückt immer mehr in den Fokus. Viele Konzepte zur Nutzbarkeit werden in der Öffentlichkeit bereits diskutiert. Einige dieser Ideen erreichen mittlerweile eine Reife, die an der Schwelle zur Markteinführung steht. Das DBI-Fachforum nahm diese Themen auf und diskutierte im Expertenkreis.

So fand erstmalig vom 7. – 8. März 2018 das DBI-Fachforum „Wasserstoff und Brennstoffzellen“ in Mainz statt. Interessante Vorträge unter anderem zu aktuellen Entwicklungen der Integration von Power-to-Gas Technologien, der Nutzung von Wasserstoff in verschiedenen Sektoren, innovative Power-to-X-Prozesse sowie marktreife Anwendungen von Brennstoffzellen standen an diesen beiden Tagen im Fokus.
Im ersten Block „Leitlinien für den Wasserstoffeinsatz“ stellte Dr. Martin Reuter (VCI) die Anforderungen an die Forschungs- und Technologiepolitik sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen aus Sicht der chemischen Industrie vor und leitete gleichzeitig ab: „Wir wissen leider noch nicht genau, wo es hingeht, müssen aber für die Industrie jetzt schon handeln“. Ebenso wurden durch Prof. Hartmut Krause (TU BAF) Konzepte und Projekte für die Energiewende mit Grünem Wasserstoff des Forschungsprojektes HYPOS vorgestellt.

Im Block „Wasserstoffanwendung und Power-to-X“ wurden unter anderem die E-Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzellen durch Prof. Thomas von Unwerth (TU Chemnitz) erläutert und durch Beispiele dem Teilnehmer näher gebracht. Seiner Meinung nach funktioniert Elektromobilität gut, jedoch nicht für alle Alltagsszenarien. Ähnliches konnte Katharina Rechberger (K1-MET GmbH) aus dem Nachbarland Österreich berichten, welche zum Einsatz von Wasserstoff bei der Stahluntersuchung in ihrem Praxisvortrag berichtete. „Es ist unumgänglich, dass man die Umstellung auf Wasserstoff schafft“ fasste Frau Rechberger am Ende zusammen.
Neben spannenden Vorträgen war vor allem die Besichtigung der Elektrolyse & Wasserstoff-Einspeiseanlage im Energiepark Mainz am ersten Veranstaltungstag ein Höhepunkt dem viele interessante Gespräche auch während des gemeinsamen Abendessens folgten.


In einer jeweils fünf-minütigen Kurzpräsentation wurden am zweiten Veranstaltungstag die aktuellen Ergebnisse von Forschungsprojekten zum „Speed Science“ durch junge Wissenschaftler von Forschungseinrichtungen vorgestellt. Gelegenheit zum Informationsaustausch zu diesen einzelnen Projekten gab es anschließend zur Posterausstellung. Der beste Speed-Science-Beitrag, welchen Sven Eckart (TU BAF) präsentierte, wurde abschließend mit 500,00 EUR prämiert. Jury war das fachkundige Publikum.

Im abschließenden Block „Brennstoffzellen und Mobilität“ gab es vor allem praktische Themen zur Brennstoffzellennutzung. So berichtete unter anderem Sascha Baltruschat (Polizeibeamter) den Teilnehmern über den Einsatz von Brennstoffzellen im BOS-Digitalfunk des Landes Brandenburg. Aber auch den Erfolg des BZ-Systems Vitivalor, über welchen Markus Dönges (Vissmann) informierte, zeigte einmal mehr Beispiele von erfolgreichen Anwendungen der Brennstoffzellen in der Praxis.

Über die DBI – Gruppe

Die DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg wurde 1998 als 100%ige Tochter der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH gegründet und ist in den vergangenen Jahren zu einem in Europa einzigartigen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen avanciert.

Das Unternehmen untersucht die grundlagenorientierten Fragestellungen der Gasversorgung. Besondere Schwerpunkte sind der Umweltschutz in der bestehenden Wertschöpfungskette bei der Versorgung mit Erdgas sowie die Integration regenerativer Energieträger wie Biogas, Solarthermie und Geothermie.

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