BIM wird den deutschen Bau ordentlich umkrempeln – so viel steht fest. Allerdings sind es nicht nur die Architekten, Ingenieure und Verarbeiter, die sich auf die neuen Prozesse einstellen, denn die Hersteller aus der Baustoffindustrie werden sich ebenfalls auf die Neuerungen einschießen müssen. Neben technischen Aspekten dürfte die Produzenten in nächster Zeit wohl eine Frage besonders beschäftigen: Was erwarten meine Kunden von mir, wenn es um BIM geht? BauInfoConsult ist in seiner Trendstudie BIM Monitor 2017 unter anderem genau diesem Punkt nachgegangen. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die BIM-nutzende Planer- und Verarbeiterzunft beim Thema Building Information Modeling primär drei unterschiedliche Erwartungen an die Hersteller aus der Baustoffbranche stellt. 

Die Düsseldorfer Marktforscher haben in ihrer aktuellen Studie über Building Information Modelling unter anderem bereits BIM-nutzende Planer und Verarbeiter dahingehend befragt, welchen Support sie sich von den Herstellern aus der Baustoffbranche beim Thema BIM wünschen. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die BIM-erfahrenen Anwender insbesondere drei ganz bestimmte Erwartungen an die Hersteller richten.

Vorneweg sollten die Produzenten aus der Baustoffindustrie vor allem 3D-BIM-Objektinformationen für ihr Sortiment bereitstellen. Dass die Hälfte der befragten BIM-User diesen Wunsch äußern, ist nicht verwunderlich, denn gerade bei der Projektplanungsphase ist es besonders hilfreich, wenn die gewünschten Produkte direkt als passende 3D-BIM-Objekte vorhanden sind, damit diese schnell und unkompliziert in die Planungssoftware integriert werden können.

Weiter erhoffen sich 42 Prozent der BIM-erfahrenen Planer und Verarbeiter, dass die Hersteller ihnen Schulungen zu BIM anbieten. Dies könnte für die Produzenten aus der Baustoffsparte als Chance genutzt werden die Kundenbindungen zu verstärken. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Baumaterialhersteller vorab schon das benötigte BIM-Know-how soweit aufgebaut haben, um den etwaigen Schulungsteilnehmern attraktive und praxisnahe Weiterbildungsveranstaltungen anbieten zu können – die den interessierten Bauakteuren auch einen echten Mehrwert bieten.  

Als zusätzliche wichtige Forderung richten knapp ein Drittel der Befragten den Wunsch an die Hersteller, dass auch technische Produktinformationen und Spezifikationen für BIM zur Verfügung gestellt werden sollen. Damit sehen sich die Anwender unter anderem in der Lage, auch bei komplizierteren BIM-Planungen benötigte Attribute wie z.B. Geometrie, Abmessungen, Anschlusspositionen, Leistungsdaten usw. direkt mit aufnehmen zu können. 

Über die neue Studie: BIM-Monitor 2017

Die Entwicklungen verlaufen schnell, gerade im IT-Sektor. Damit die Akteure der Bauwirtschaft vom Zulieferer bis zum Verarbeiter auf die Anforderungen und Bedürfnisse der BIM-Nutzer vorbereitet sind, hat BauInfoConsult in eine Studie über die BIM-Nutzung in Deutschland und die Potenziale und Anforderungen durchführen. Dafür wurden insgesamt 304 mittlere und große Architektur-, Ingenieur-, Bau- und Installationsunternehmen nach der eigenen BIM-Praxis und Erfahrungen befragt werden, untern anderem zu den folgenden Themen:

  • Bekanntheit von BIM & BIM-Systemen
  • BIM-Aktivitäten und Koordination mit anderen Beteiligten
  • Dauer, Grund und Art der BIM-Nutzung
  • Mehrwert von BIM und Vorbehalte/Kritik
  • Umfang und Art geplanter Investitionen in BIM
  • genutzte Systeme
  • genutzte & vertrauenswürdige Quellen zu BIM
  • Erwartungen an Hersteller aus der Bau- und Installationsbranche
  • Erwartungen an Softwarehersteller

Der BIM-Monitor 2017 kann bei BauInfoConsult zum Preis von € 1.799 zzgl. MwSt bestellt werden. Fragen zur Studie beantwortet Ihnen Alexander Faust gerne (faust@bauinfoconuslt.de oder 0211 301 559 14).

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