Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) wundert sich über den eilig zwischen Deutschen Rotem Kreuz (DRK) und Bundesarbeitsministerium (BMAS) ausgehandelten Kompromiss zum Erhalt des Modells der DRK-Schwesternschaften. Das Bundesarbeitsgericht hatte zuvor festgestellt, dass der Einsatz von DRK-Schwestern in der Pflege als Arbeitnehmerüberlassung zu werten sei. Geeinigt haben sich DRK und BMAS darauf, dass das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) nur teilweise gilt. Insbesondere die neu für die gesamte Zeitarbeitsbranche eingeführte Höchstüberlassungsdauer soll für die DRK-Schwestern aber nicht gelten.

„Diese Art der Rosinen-Pickerei ist mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz nicht vereinbar“, macht iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz deutlich. „Wenn man, wie nun offensichtlich Bundesarbeitsministerin Nahles, zu dem Schluss kommt, dass die gerade in Kraft getretene Gesetzesänderung in der Sache falsch und insbesondere im Krankenhaus- und Pflegebereich wegen akuter Personalengpässe zu korrigieren ist, dann muss man sie insgesamt wieder rückgängig machen.“ Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die DRK-Schwestern langfristig ohne Zeitschranke an Gesundheitseinrichtungen überlassen werden können, für alle anderen Zeitarbeitsunternehmen aber gesetzliche Restriktionen gelten sollen.

Stolz fordert die Bundesregierung auf, von der Überlassungshöchstdauer insgesamt wieder Abstand zu nehmen. Ansonsten müssten zumindest die Gewerkschaften in den Einsatzbereichen gleiches Recht für alle walten lassen und vergleichbare Tariföffnungen auch für Zeitarbeitseinsätze tariflich herstellen. Diese Möglichkeit wurde den Sozialpartnern durch das novellierte AÜG, das am 1. April 2017 in Kraft tritt, ausdrücklich eingeräumt.


Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.
Albersloher Weg 10
48155 Münster
Telefon: +49 (251) 32262-0
Telefax: +49 (251) 32262-100
https://www.ig-zeitarbeit.de

Ansprechpartner:
Wolfram Linke
Redakteur/ Pressesprecher
Telefon: +49 (251) 98112-17
Fax: +49 (251) 32262-452
E-Mail: linke@ig-zeitarbeit.de
Maren Letterhaus
Redakteurin/ Pressereferentin
Telefon: +49 (251) 32262-153
Fax: +49 (251) 32262-453
E-Mail: letterhaus@ig-zeitarbeit.de
Antonia Aulbert
Telefon: +49 (251) 32262-150
E-Mail: aulbert@ig-zeitarbeit.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

Zusammenhängende Posts

Ausbildung / Jobs

TÜV SÜD Akademie kooperiert mit der IND.ACADEMY

Die TÜV SÜD Akademie kooperiert mit der E-Learning-Plattform IND.ACADEMY und erweitert deren Portfolio mit Schulungen aus den Bereichen Sicherheit & Gesundheitsschutz, Qualitätsmanagement/QM-Methoden und zu Hochvolt-Systemen in Kfz. Das Angebot von TÜV SÜD-Kursen auf https://www.ind.academy soll Read more…

Ausbildung / Jobs

Monika Leardini-Wittig von der National-Bank AG neu im ISM-Kuratorium

Junge Menschen davon überzeugen, wie attraktiv und vielfältig mittelständische Arbeitgeber in der Rhein-Ruhr-Region sind – mit diesem Vorsatz ist Monika Leardini-Wittig dem Kuratorium der International School of Management (ISM) beigetreten. Die langjährige Managerin der National-Bank Read more…

Ausbildung / Jobs

Studie: Schüler haben Angst vorm ersten Schultag

. Online-Umfrage zeigt: • Mehr als die Hälfte aller SchülerInnen wurde schon einmal wegen ihres Äußeren gehänselt, fast 90 Prozent haben miterlebt, dass jemand anders gemobbt wurde • SchülerInnen starten vorsichtig in den Schulalltag: Zwei Read more…