Aufgrund der Corona-Krise geht in Deutschland der Stromverbrauch zurück: Gastronomiebetriebe sind geschlossen, Gewerbe und Industrie haben in vielen Fällen die Produktion gedrosselt. Doch ein kleiner Teil des Stromverbrauchs hat sich verlagert: In die eigenen vier Wände, wo Homeoffice und „Homeschooling“ stattfinden. badenova gibt Tipps, wie man im Büro zu Hause mit einfachen Mitteln Energie sparen kann. Geldbeutel und Klima freuen sich gleichermaßen.

Dass der Strombedarf manches Haushaltes derzeit höher als gewöhnlich ist, hängt meist an drei Kriterien: Unterhaltungselektronik wird mehr genutzt, es wird mehr gekocht und Büroarbeitskräfte, Studenten und Schüler arbeiten zu Hause. Tatsache ist: Für einen Laptop fallen täglich im Schnitt nur ca. 15 Cent zusätzlich an, für einen PC ca. 50 Cent. Fürs Handyaufladen benötigt man oft nur 1 bis 2 Cent. Wer täglich Herd oder Ofen für 1 Stunde auf höchster Stufe nutzt, verbraucht Energie für knapp 50 Cent. Fazit: „Wer zu Hause arbeitet, benötigt meist weniger als 1 Euro mehr. Deshalb verzeichnen wir in der badenova-Verbundwarte auch keinen Ausschlag an der Leistungskurve“, so Rudolf Gebert, Leiter Verbundwarte bnNETZE.

Wer einige Hinweise umsetzt, verbraucht laut badenova nicht mehr Strom als nötig:


  • Durch schaltbare Steckerleisten, an die man die Heimbürogeräte anschließt, kann man sie vollständig vom Netz trennen, wenn der Arbeitstag vorüber ist. Und man vergisst kein Gerät, das im Stand-by weiter Strom zieht.
  • Wer seinen Arbeitsplatz nahe am Fenster platziert, nutzt Tageslicht und benötigt weniger künstliche Beleuchtung.
  • Tintenstrahldrucker haben einen geringeren Stromverbrauch als Laserdrucker. Bei manchen Tintenstrahldruckern ist das vollständige Abschalten nicht sinnvoll, da der Druckkopf beim Start mit Tinte gespült wird. Das kann mehr Kosten für die Tinte verursachen, als sich durch Verringerung des Stromverbrauchs einsparen lässt.
  • Moderne Flachbildschirme sind heutzutage meist energieeffizient, doch beim Neukauf sollte man stets auch auf den Stromverbrauch achten und einen Vergleich zwischen den Geräten anstellen.
  • Wichtig zu wissen: Bildschirmschoner erhöhen den Stromverbrauch. Man sollte sich bei seinem PC oder Laptop hin und wieder die Energiesparmodi ansehen und gegebenenfalls unter „Einstellungen“ eine Änderung vornehmen. Außerdem spart der „Ruhemodus“ Strom. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus ist der PC im Ruhemodus abgeschaltet, aber dennoch bei Bedarf rasch einsatzfähig.
  • In vielen Haushalten läuft der Router Tag und Nacht: Doch er zieht auch Strom, wenn er nicht gebraucht wird. Deshalb darf man dem Router auch gerne mal eine Nachtruhe gönnen.
  • Ob Büro oder Gesamthaushalt: Das Leuchtmittel entscheidet, wie viel Strom für die optimale Arbeitshelligkeit verbraucht wird. Ein Vergleich: Die Glühlampe, die noch häufig verwendet wird, nutzt gerade fünf (!) Prozent der Energie für die Lichterzeugung – 95 Prozent verpuffen in ungenutzter Wärme. Halogenlampen sparen im Vergleich immerhin 30 Prozent Energie. Am effizientesten leuchten LEDs: Sie verbrauchen im Vergleich zur Glühlampe bis zu 90 Prozent weniger Strom. Das macht sich auch auf der Stromrechnung bemerkbar.
  • Gerade wenn Vereinsleben, Freunde treffen und Kultur brach liegen, greift so mancher nach getaner Arbeit zu Unterhaltungselektronik. Dass jedoch Spiele-Konsolen oft 50 Prozent mehr Strom verbrauchen als ein modernes Fernsehgerät, sollte man wissen. Und die Datenmengen, die beim Video-Streaming über Plattformen wie Netflix, Amazon Prime, YouTube u.a. anfallen, machen bereits 60 Prozent – mehr als die Hälfte des Datenvolumens – im Internet aus. Deshalb mit Bedacht streamen.
  • Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge schneller und tut sich leichter beim Sparen. Mit Hilfe von portablen Strommessergeräten oder dem „Green Pocket Portal“ kann man den Verbrauch einzelner Geräte messen – und entlarvt Stromfresser. Green Pocket bietet einen Überblick über den persönlichen Stromverbrauch. Smart-Home-Geräte wie eine smarte Waschmaschine oder ein smarter Geschirrspüler können zukünftig per App gesteuert werden. Mehr unter https://www.badenova.de/privatkunden/smart-home/digitaler-stromzaehler/

Übrigens: Probleme durch den allgemein sinkenden Stromverbrauch durch die Corona-Pandemie muss der Stromkunde nicht befürchten. Die Anpassung an mehr oder weniger kurzfristige Nachfrageveränderungen ist Bestandteil der täglichen Arbeit von Netzbetreibern. Laut der badenova-Tochter bnNETZE gibt es ausreichend Werkzeuge, um potenzielle Schwankungen auszugleichen.

Weitere Infos rund ums Stromsparen unter www.stromeffizienz.de

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