Die MAGMA GmbH, Spezialist für die virtuelle Optimierung von Gießereiprozessen und die ASK Chemicals GmbH, einer der weltweit führenden Anbieter von Gießereichemikalien & -materialien, engagieren sich in einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt zur Binderzersetzung bei Sandkernen und der damit verbundenen Gasentwicklung. Ziel ist es, den Nutzern von MAGMASOFT® validierte Daten zur quantitativen Vorhersage der praxisrelevanten Effekte für ASK-Produkte zur Verfügung zu stellen. Mit einer neuen Datenbank sollen gemeinsame Kunden bei der Auslegung des Entlüftungsverhaltens von Sandkernen und der Vorhersage gasbedingter Gussfehler noch besser unterstützt werden.

Während des Gießprozesses entstehen und expandieren Gase in Kernen und Formen u.a. durch die Zersetzung der Binderkomponenten und gegebenenfalls weiterer flüchtiger Bestandteile. Dies steht in enger Abhängigkeit zum verwendeten Formgrundstoff und dessen Verdichtung sowie seiner spezifischen Gasdurchlässigkeit. Je nach Art und Menge der flüchtigen Bestandteile, der thermischen Einwirkung und dem jeweiligen Zersetzungsverhalten entstehen zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedliche Gasmengen. Relativ hohe Gasdrücke an der Grenzfläche zur Metallschmelze können zu Gaseinschlüssen im Gussteil führen. Bei komplexen Kernen oder auch bei Kernpaketen ist es in der Praxis aufgrund der zahlreichen und vielfältigen Einflussgrößen schwer erkennbar, ob Kerngase die Fehlerursache sind. 

Neu entwickelte Simulationsmodelle in MAGMASOFT® bilden die Gasentstehung, den Gastransport sowie die Entlüftung über Kernmarken bzw. die Strömung in die Schmelze virtuell ab. Diese Funktionalität ermöglicht eine zielsichere Vorhersage der Fehlerrisiken durch Gase aus Kernen und Formen. Die Verfügbarkeit von praxisgerechten quantitativen Daten bereits während der simulationsbasierten Auslegung von Gussteil und Kernen trägt daher entscheidend zur Vermeidung von Fehlern bei. 


ASK Chemicals und MAGMA haben eine Zusammenarbeit im Rahmen eines Entwicklungsprojekts vereinbart, um das Zersetzungsverhalten und die Gasbildung für unterschiedliche ASK-Bindersysteme zu quantifizieren. Hierzu führt ASK Chemicals in seinen Laboren und seinem Gießerei-Technikum umfangreiche Untersuchungen durch. Dabei werden für unterschiedliche Bindersysteme und Aufheizcharakteristiken jeweils Gesetzmäßigkeiten für das Zersetzungsverhalten und die resultierende Gasbildung quantitativ bestimmt. Aus diesen Daten werden produktabhängig kinetische Modelle abgeleitet, die die Bildung von Gasmengen und die daraus resultierenden Effekte in MAGMASOFT® quantitativ vorhersagbar machen.

„Für MAGMA ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt in Richtung ‚robuste Prozessauslegung der Gießtechnik‘. Die Möglichkeit, kerngasbedingte Gussfehler durch die quantitative Berücksichtigung unterschiedlicher ASK-Bindersysteme bereits bei der Projektplanung systematisch zu vermeiden, bedeutet einen signifikanten Nutzen für unsere Kunden“, bestätigt Dr.-Ing. Jörg C. Sturm, Geschäftsführer der MAGMA GmbH. "Wir freuen uns, dass wir mit ASK Chemicals einen kompetenten Entwicklungspartner gewinnen konnten, der daran interessiert ist, das Verhalten seiner Bindersysteme beim Abguss quantifizierbar zu machen."

„Mit der Möglichkeit zur Vorhersage des Verhaltens unserer Produkte bei beliebigen Kerngeometrien während des Abguss können wir unsere Kunden noch zielgerichteter unterstützen. Dabei hat die umfassende Kundenbetreuung bereits in der Planungsphase von Produktionsprozessen höchste Priorität für uns.“ bestätigt Jörg Brotzki, Executive Vice President Europe bei ASK Chemicals. „Dabei ist die anwenderfreundliche Integration unserer Daten in MAGMASOFT® maßgeblich für die Qualität der Planung.”

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

BDG – Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie
Hansaallee 203
40549 Düsseldorf
Telefon: +49 (211) 6871-0
Telefax: +49 (211) 6871-333
http://www.bdguss.de/

Ansprechpartner:
Axel Peißker
MAGMA Gießereitechnologie GmbH
Telefon: +49 (241) 889-01
E-Mail: a.peissker@magmasoft.de
Verena Sander
ASK Chemicals GmbH
Telefon: +49 (211) 71103-0
E-Mail: verena.sander@ask-chemicals.com
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

Zusammenhängende Posts

Energie- / Umwelttechnik

EEG-Umlage – Bestimmungen für BHKW- und PV-Anlagenbetreiber

Bei der Abrechnung der EEG-Umlage kommt es häufig zu einer falschen Einschätzung der Rechtslage. Hinzu kommt, dass die Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in den letzten Jahren an Komplexität zugenommen haben. KWK-Anlagenbetreiber geraten an diesem Punkt oft Read more…

Energie- / Umwelttechnik

Berliner Gewerbedächer-Inhaber aufgepasst: „Wir steigen Euch aufs Dach!“

Als erstes Bundesland verhängt Berlin am 10.12.2019 eine „Klimanotlage“, nachdem die Berliner Bezirke Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf kürzlich bereits den Klimanotstand ausgerufen haben. Mit der neuen rds Dachkampagne für 2020 unter dem vielsagenden Motto „Wir steigen Read more…

Energie- / Umwelttechnik

Im neuen Gewand: Wie aus alten PET-Flaschen Jacken, Taschen oder Obstbeutel entstehen

Recycling-Mode liegt derzeit voll im Trend: Immer mehr etablierte Marken wie adidas, Zara oder H&M setzen auf Bekleidung aus wiederaufbereiteten Materialien. Für ihre Kollektionen verwenden die Moderiesen recycelte Baumwolle, wiederaufbereitetes Polyester oder Kunststoffabfall aus dem Read more…