Zum Tag des Cholesterins macht die B. Braun Melsungen AG mit neuen Website-Inhalten auf die nicht seltene, aber selten diagnostizierte Fettstoffwechselstörung Lp(a) aufmerksam. Gemeinsam mit der DGFF (Lipid- Liga) ruft sie heute bundesweit Menschen dazu auf, ihre Blutfette messen zu lassen. Denn: Sind diese dauerhaft zu hoch, können Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herzerkrankung die Folge sein.

Ein gestörter Fettstoffwechsel kann nicht nur durch den Lebensstil verursacht werden, es gibt auch eine genetische Veranlagung. In diesem Zusammenhang sind vor allem Cholesterin und Triglyzeride bekannt. Es gibt aber auch noch einen weiteren, relativ unbekannten Herzinfarkt-Risikofaktor, das Lipoprotein(a) – kurz Lp(a). Lp(a) gilt in der Fachwelt als eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose. Die Menge von Lipoprotein(a) im Blut ist in erster Linie genetisch festgelegt und weder durch diätetische Maßnahmen noch durch Bewegung oder Medikamente wesentlich beeinflussbar. Experten gehen davon aus, dass jeder Fünfte erhöhte Lp(a)-Konzentrationen im Blut aufweist. "Zu einer Untersuchung des Fettstoffwechsels gehört auch die Bestimmung von Lipoprotein(a). Nur so kann das Risiko eines Patienten für eine kardiovaskulären Erkrankung mit hinreichender Genauigkeit beurteilt werden", sagt der Lipidologe Dr. Christoph Sass aus dem via medis-Zentrum in Braunschweig. Das Medizinische Versorgungszentrum der via medis-Gruppe ist spezialisiert auf Fettstoffwechselstörungen.

Eine medikamentöse Therapie, die den Lp(a)-Spiegel gezielt und in ausreichendem Maße absenkt, gibt es nicht. Patienten mit einer gleichzeitig klinisch und durch bildgebende Verfahren dokumentierten fortgeschrittenen kardiovaskulären Erkrankung können unter bestimmten Voraussetzungen mit der so genannten Lipoproteinapherese, also der regelmäßigen Blutwäsche, behandelt werden.


Die Apherese entfernt nachweislich Risikofaktoren wie LDL-Cholesterin, Lipoprotein(a) und Triglyzeride aus dem Blut. Inzwischen erhalten über 3.000 Patienten eine Lipoproteinapherese-Therapie, beispielweise in vielen via medis-Gesundheitszentren in Deutschland. Ungefähr die Hälfte dieser Patienten leidet an einer schweren Hypercholesterinämie, während die andere Hälfte aufgrund ihrer isolierten Lp(a)-Erhöhung mit Lipoproteinapherese behandelt wird.

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